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8. Pompeji (Herkulanertlior).
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einer Kolonnade mit Festons, in deren IZwischenräumen man an der West- und INordwand noch Früchte, Fische, Vögel, in jden Hauptfeldern (halb erloschene) bewaff- 'nete männliche Gestalten und am SockelSphinxe und phantastische Thiere sieht.Ein Graffito aussen am gelben untern Theilder dritten Säule derOstseite (rechte Langseitevom Eintritt) lautet: »C. Julium Polybiumduumvir infantio rogat«; -wonach also dieseWohnung wohl dem Julius Polybius ge-hörte, auf den sich viele an den Strassengemalte Programme beziehen. — R. (östl.)vorn im Peristyl sind zwei Zimmer und einOecus, einst mit Marmorboden. — An derNordseite ist r. eine sehr grosse Exedra undin der Mitte ein elegantes grosses Sacra-rinm mit drei Nischen (mit Muscheln inder Wölbung); 1. zu äusserst ein grossererhöhter Raum, vorn mit vier Stufen (hor-reumV).
Es folgen r. noch eine (Nr 5) Taberne,ein (Nr. 4) Hospitium und ein (Nr. 2) Ther-mopol. — Zuletzt r. diesseit des Thors einigeSchritte in der Höhe, an die Mauer angebaut(Nr. 1), ein Diversorium (mit einem grossen,mit Pergola beschatteten Triclinium).
Gegenüber von r. Nr. 5 liegt (1. Nr. 3, 4)ein Thermopol mit (oben) Phallus zwischenden zwei Eingängen. Dann schllesst dieStrasse noch mit einem zweiten Thermopol.— Es folgt
Das Herkulanertlior (Porto Erco-lanese, B 2) , aus Römerzeit, von Ziegelund Bruchstein erbaut, mit grossem(jetzt offenem) Bogen und zwei kleinenSeitenbögen für die Fussgänger; vom jFallgitter für das grosse Thor sieht man inur noch die Falzen. R. vom Thor ikann man auf die Stadtmauer steigen. —Jenseit des Thors gelangt man in dieVorstadt pagus Augustus felix, Wohn-sitz der von Augustus hingesandtenMilitärkolonie. Von allen aus Pompeji in die Umgebung führenden Strassenwurde nur die eine aus dem Herkulaner-thor, mit Vesuvsteinen gepflastert, aus-gegraben. Es ist dies die berühmte*GriiberstraSSe (Strada dei Se~polcri, B2A1), mit ihren Monumenten,mit den heitersten Blicken auf Golf undBerge, durch Herculaneum und Capua mit ihrem Vorbild, der Via Appia Roms ,verbunden. Die glanzvollen Gedächt-nismale bilden noch jetzt die idealenWegweiser der antikenZeit. — L., Nr. 1,das Grab des Augustalen M. CerriniusBestitutus (PI. 32), eine Sepulkralnischemit zwei Bänken auf einer von den
Dekurionen geschenkten Stelle (früherfür ein Schilderhaus gehalten). — Gegen-über r., wo der Fussweg sich aussen umdas Pomoerium zieht, steht (Nr. 1) einnoch unvollendetes Basament, wahr-scheinlich für ein Grabdenkmal. — B.,Nr. 2 : Halbkreisbank des Aulus Vejus(PL 33), in der Mitte der Rücklehne mitder Inschrift, dass das Denkmal einemReclitsduumvir und vom Volk gewähl-ten Militärtribun, auf durch Dekret derDekurionen geschenktem Platz errichtetwurde; es ist ein grosser steinerner,halbkreisförmiger Sitz (eine Exedra),hinter welcher das Grab war. (»Ueberdie Lehne hinaus sieht man das Meerund die untergehende Sonne. Ein herr-licher Platz, des schönen Gedankenswerth.« Goethe.) — Es folgt 1., Nr. 3,das Basament und der Kern des Grab-mals eines M. Porcius, dem die Deku-rionen ein Stück öffentlichen Bodensvon 25 QF. zuerkannt hatten. — Gegen-über r., Nr. 2: Das Kenotaph des TitusTerentius Eelix (PL 35 ; Ehrengrabmal)mit der(kopirten) Inschrift: » Dem Aedi-len Tit. Terentius Felix, dem die Bürger-schaft die Begräbnisstelle nebst 2000Sesterzien schenkte, von seiner FrauFabia Sabina errichtet«. — L., Nr. 4:* Halbkreisbank und Grabmal der Manila' (Schola et sepulcrum Mamiae, Pl. 34);
; die Bank schliesst an den Seiten mitGreifentatzen ab und hat an der Rück-lehne die einzeilige Inschrift:
»Der Mamia, Tochter des P(orcius),öffentlicher Priesterin , ward dieser Begräbnis-platz durch Dekurionendekret gegeben«.
Das Grabmal dahinter, einst mitStatuen und korinthischen Säulen ge-schmückt (jetzt mit einer Cypresse), isteine kolumbarienartige Cella mit elfNischen und einem Cippus für dieAschenurne der Priesterin. Innerhalbder das Grab umfassenden Area wurdennoch mehrere Personen begraben (durchCippen bezeichnet). — Gegenüber i\,Nr. 3, 4: Zwei unvollendete Piedestale.— L. zweigt ein Fussweg meerwärtsab. — An der rechten Ecke des Fuss-wegs, gegen die Strasse hin, ein Piede-stal, das laut Inschrift einst die Statue