Band 
Erster Band: Unter-Italien.
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8. Pompeji (Haus des Apollo — Haus des Meleager).

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Nr. 23. "Haus des Apollo (D 2,Nr. 18)^ Domus A. Herenulei Communis),reich an Malereien. Das Prothyronzwischen zwei Zimmern, an das 1.vom Eingang stösst die Treppe; imAtrium, 1. in der Mitte: Helios (Apollo,welcher dem Haus den Namen gab);das Tablinum mit zwei marmornen Halb-pilastern zur Seite des Eingangs undmit trefflich erhaltener Dekoration; 1.Venus, in den Spiegel blickend; Me-daillon der Venus; r. Adonis ; Medaillonzweier Bacchantinnen, R. vom Tablinumein Oecus; 1. die Fauces; dahinter das*Viridarium, an dessen linker Wand:Darstellung eines Gartens mit Bäumen,Vögeln, Enten, Schwänen, Pfau und eineFontäne mit Dianabild. Davor eineMarmorfontäne in Pyramidenform mitStufen für den Wasserniederfall. Hinterdem Garten das Triclinium; 1. von dem-selben die Cella penaria; r. die Küche,davor eine Treppe ins Obergeschoss,die Latrine, das Larar mit Larenopfer;neben der Küche ein Raum mit Vor*Iegetisch. — Aus dem Viridar tritt manr. in ein Vestibül, in das sich r. ein ge-fenstertes Zimmer öffnet. — Auf dasVestibül folgt r. ein Repositorium mitgrossem Schrank; 1. zwei Oecus, hübschbemalt, einst mit Marmorboden und Mar-morsockei. — Nun vier Stufen hinab inden Xys tus; in diesem ist 1. eine rundeMarmorfontäne und ein auf drei Seitenerhöhter Boden für die Blumen; an derEingangswand und den zwei Seitenwän-den Malereien; r. Blumen und Gräser;am Pfosten des Eingangs Pateren, Stier-schädel; an der Eingangswand Del-phine, Meerungeheuer, Nymphen. Ander Rückwand, die mit Samokalk be-kleidet ist, lag das Sommertriclinium,dessen Dach von Marmorsäulen getragenwurde, hinten mit drei Nischen für dieSchutzgottheiten des Hauses. — L. vomTriclinium befindet sich eine sehr schöneExedra, deren Vorderwand eine leben-dige Landschaft mit bacchischer Staffageschmückt; an der rechten Längswandist ein muschelumrahmtes Mosaik: Achill von Odysseus erkannt; im Innern sindhübsche phantastische Architekturen,

an der Rückwand: Bacchus auf demThron, 1. Apollo mit Scepter und Nim-bus , r. Venus in ähnlicher Erscheinung;an den Seitenwänden zwischen Thürenund Säulen zahlreiche, zum Marsyas -mythus gehörige Gestalten (Pallas,Apollo, Olympos, Marsyas u. a.). — Ge-genüber gelangt man durch das zweiteProthyron 1. in das

Nr. 2. *Haus des Meleager (E 3,Nr. 19), einereiche, elegante Wohnungohne Boutiquen, mit schön stukkir-ter Fa<jade und von zierlicher Anlage(die vorzüglichen Malereien jetzt imMuseum zu Neapel ). Im Prothyrondie Wände unten schwarz, darüberroth, oben licht; r.: Fortuna empfängtvon Merkur den Beutel; 1.: * Meleagerund Atalante. — Dahinter und darüberschöne Dekorationsfiguren. Zimmer 1.vom Prothyron: Reste der Dekoration.Im Atrium sehr schönes Impluviumvon Marmor, daneben ein Piedestal vonCipollino, von wo das Wasser nieder-floss, und ein prächtiger Marmortischmit Doppelgreifen. Im Tablinum 1.:Geflügeltes Mädchen. Ausnahmsweisegelangt man von hier in der Mitte derlinken Längsseite des Atriums in das*Peristyl, eins der prächtigsten inPompeji , das in gewaltiger Ausdehnung(23 m. lang, 18y2 m. breit) von 24 un-ten gestreiften rothen, weiter oben kan-nelirten weissen Säulen eingerahmt istund eine *Piscine mit Springbrunneneinschliesst; an der Rückwand r., inkleinen Vierecken: Narcissus; Silen undKnabe; Bacchus und Knabe. An derrechten Schmalwand: Drei luxuriös-prächtige Räume. — 1. Raum, an derlinken Schmalwand: Paris ’ Urtheil; Ein-gangswand : Iris sich rüstend. — 2. Raum :Schwebende Figuren; auf dem SockelNereiden. — 3. Oecus (mit 12 gelbenSäulen); r. Satyr mit Schlange; Rück-wand: Theseus und Ariadne . — Dahinterdie Küche mit den Laren. (In diesemHaus fand man 14 silberne Gefässe.) —Gegenüber r.

Nr. 20.21. €asa dell’ Argeuteria (PI. 79).

(Domus P. Antisti Maximi et Laeli Tropkimi),mit zwei Eingängen. Tritt man bei Nr. 20ein, so kommt man in ein Atrium, an dessen