Band 
Erster Band: Unter-Italien.
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485-486
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8. Pompeji (Haus der Ariadne — Die neue Fullonica).

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Es folgt r.

Nr. 51. *Haws der Ariadne oderdei Capitelli colorati (PI. 53); es delintsich bis zur Strada degli Augustali (Ein-gang Nr. 31) aus und ist grossartig ein-gerichtet, hat an beiden Strassen einenEingang und ein darauf folgendes Atriumund zwischen diesen das einst lßsauligeionische Peristyl, dessen Kapitale über-aus lebhaft bemalt waren. Von denvielen Malereien sind noch vorhanden(wenn man, das Haus ganz durchschrei-tend, vom Eingang Nr. 31, Via degliAugustali, beginnt) in der linken Alades Atriums: Apollo und Daphne (übereinem Larar); im Zimmer r. von denöstlichen Fauces,Rückwand: Cyparissus,r. Venus. In Medaillons: Venus; Ein-gangswand: Mädchen mit Zofe undAmor; oben: Danae und Abundantia. —Im 1. Zimmer r. vom Peristyl , Rück-wand: Apollound Mädchen; im 3. Raum(mit Halbkreis), r, vom Peristyl: 1.Achill , dann Priesterin, r. Leda. — ImZimmer r. hinter dem Peristyl: Ariadneund Bacchus. — Im 3. Zimmer 1. vomPeristyl, nach der Treppe: r. Adonis , 1.Eroten verkauf; am Boden: Fischmosaik.— 2. Zimmer 1. hinter dem Peristyl:Kuh und Ziege. — Im 1. Zimmer 1. hinterdem Peristyl: Pygmäen. — In der Küche(Eingang r. vom 2. Atrium): Lar, ander Rückwand.

Zurück zur Strada della Fortuna, folgt(lieg. VI, Ins. IV)

Nr. 48. Casa della Caccia antica (PI. 56),an der Ecke des Vico Storto, mit reichermalerischer Dekoration; im Atrium r. Herbst-hore; im 1. Zimmer r. vom Atrium: 1. Leda, r.Fischerin, vier Göttermedaillons (Zeus , Her-mes, Helios, Selene). — In der Ala r. reicheArchitektnrmalerei,* im Tablinum mosaicirterBoden; an den Wänden Viktorien, schwe-bende Gruppen; unten Jagdscenen; —imPeristyl an der Rückwand die lebens-grosse »Jagd«, die dem Haus den Namengab. (Ein Jäger stösst einen von Hundenangegriffenen Eber nieder; 1. verfolgt einLöwe einen Stier, in den sich ein Leopardeingekrallt hat; ein Jäger eilt auf einenBären zu, ein dritter schwingt den Speernach Hindinnen.) — R. grosse Architektu-ren. — Im 2. Zimmer 1. vom Peristyl, Rück-wand: Apollo und Geliebter.

Weiter der Strada della Fortuna ent-lang, gelangt man an deren Ecke, wo dieStrada di Nola sie fortsetzt und die Stradadi Stabia sie schneidet, zum Brunnen (mit

Silen) des Quadrivio della Fortuna (G5).Dahinter eine Larenkapelle. Der Pfeilermit der Rinne neben der Larenkapeliediente zur Vermehrung der Wasserkraft;das Wasser einer jetzt versiegten Quellestieg in diesen Pfeilern durch Bleiröhrenhinan und erlangte so einen stärkern Antrieb.

Es folgt jenseit des Pfeilers (nördl. ander Via Stabiana) eine Reihe n e u (1875,187(5) ausgegrabener Häuser, reich anMalereien. Die Via Stabiana, jetzt Cardo major(S. 422) genannt, ist eine der vier sich fastrechtwinklig schneidenden Hauptstrassenund verbindet das Stabianerfchor mit demVesuvthor; daher sind an dieser Strasse,besonders im nördlichen Theil einige sehrschone Wohnungen aufgedeckt worden.

L. Nr. 20. *Casa di Orfeo (oder di An-teros, PL 100); im Atrium schönes Marmor-impluviuin mit Marmorputeal; an der rech-ten Langseite theilweise gut erhaltene Ar-chitekturmalerei, der Boden mit kleinenMarmortäfelchen. Vor dem rechten Pfostendes Tablinums: *Marmorherme des Arcarius(Kassier) Anteros, mit Konsolen für die Be-kränzung. Das Peristyl mit sieben freien Säu-len, auf welchen r. das Gebälk aufgemauertist. — An der Rückwand des Peristyls über-lebensgrosse Darstellung des *Orpheus , aufdem Felsen sitzend und die Leier spielend(das Antlitz voll Begeisterung), 1. Löwe,r. Leopard, unten Hirsch, Eber, Hase; obenin der Landschaft in friesähnlicher Folge:Tiger, Stier, Bär, Wolf, Eber, Leopard ,Rliinoceros. R. und 1. vom Mittelbild Land-schaft mit Vögeln, oben mit Festons undMedaillons. An der Eingangswand desPeristyls, r. von den Fauces, ein Gemachmit drei grossen Landschaften. DarüberArchitekturmalerei mit Symbolen und Göt-tern aus dem Isiskultus und eine kleineTompeldarstellung. — An der Rückwanddes Peristyls, hinter dem Orpheusbild, einGemach mit grossem Fenster auf das Peri-styl und trefflich erhaltene Eroten an denWänden. Zu hinterst r. ein Gemach, andessen Rückwand eine Tempeldarstellunggemalt ist, mit der schwebenden Pallas überdem Tempel, ein brennender Altar mit derErscheinung der Artemis im Innern desTempels; unten r. Orestes und Elektra (?).An der vierten Säule der rechten Längs-wand des Peristyls ein poetischer Graffito.

Es folgt 1. Nr. 21. 22, *Die neue Fullo-nica (Tuchwalkerei, PI. 110). Beim Eintrittin das geräumige Vestibulum eine schwarz-weisse Fussbodenmosaik mit Blumen, Füll-hörnern, Salve und zwei Phallus; an derlinken Wand Herd (mit eisernem Rost undeingelassenem Kessel) und Buten. Bei Nr. 22führt das Protliyron in das mit jenem Raumverbundene Atrium mit schönem Marmor-impluvium. (in dessen Mitte noch die Röhren-mündung des kleinen Springbrunnens her-vorragt ; auch kann man noch das Bleirohrder Wasserleitung von der rechten Seitedes Atriums durch die Fauces bis in eingrosses Hinterzimmer verfolgen), Marmor-puteal; Marmorbassin und Marmortisch mit