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8. Pompe)i (Casa della parete nera).
Namen gab). — Im ersten Raum r. vomAtrium: Bogenarcbitektur, Vögel, Zahn-gesimse;—im 2. Zimmer, r. vom Atrium,in der linken Ecke noch ein Fenster mitGlasbruchstück (hier geht eine Thlirauf das viersäulige Atrium der Neben-wohnung); — 1. im 3. Zimmer erhöhtesFeldergetäfel, in der linken Ala, amBoden: Taubenmosaik. — In dem schö-nen, gegen das Peristyl in voller Breiteoffenen Triclinium, r. neben demmusivisch ausgelegten Tablinum (woman die Hausfrau und den weggeworfe-nen Gold- und Silberschatz fand), wardas köstliche Mosaik des Acratus aufdem Panther, jetzt im Museum zuNeapel. — Das erste Peristyl, 24 m.breit, 19 m. tief, hatte eine stukkirteTuffporticus von 28 kannelirten Säulen,die aus dorischen zu ionischen umge-wandelt wurden; die *Exedra an derRückseite (etwas nach 1.) öffnete sich inihrer ganzen Breite auf den Xystus.Ihren Eingang schmücken noch jetzt r.und 1. zwei hohe kannelirte, rothe korin-thische Säulen; in ihr wurde das be-rühmte Mosaik der Alexanderschlacht(jetzt einer der Hauptschätze des Mu-seums zu Neapel ) gefunden. Das Ge-täfel des Peristyls ist in einzelnen Bruch-stücken noch erhalten. — An der Rück-wand des Peristyls r. führt ein Korridor,an dessen rechter Wand Graffiti vonPferden und Gladiatoren gezeichnet sind,zum grossen Garten, den eine pracht-volle Porticus (32 m. breit, 35 J / 2 m. lang)mit 43 dorischen Säulen umzieht; nebendem ersten Puteal vorn befand sich derschöne griechischeSphinxtischfuss,jetztim Museum zu Neapel . An den Säulen(die mehrere Graffiti enthalten) siehtman noch die Klammeröffnungen für dieVorhänge gegen die Sonne, ein zweitesionisches Säulengeschoss krönte einstdie Halle. — Die Porticus war zur Zeitder Katastrophe eben in Restaurationbegriffen, und man fand liier zahlreicheAmphoren, von denen noch einige ander linken Wand anlehnen. An derEingangswand liegen noch vier schöneGemächer, welche sich auf den Xystusöffnen. Im letzten sammelte man Ge-
simsstücke mit Kassetten, Kapitale,Wasserspeier,Mosaikinkrustationen. AmEnde des Xystus liegt 1. das zweinischigeLarar. Es folgen erhöhte Reeesse (jetztliegen Wasserspeier der Porticus aufdenselben) für Schränke, dann eineTreppe, welche zur obern Gallerie derPorticus führte, endlich das Posticum(Ausgang), welches gegenüber der Casadel Laberinto auf die Strasse führte.
Gegenüber an der rechten Seite derStrada della Fortuna liegen in einerFlucht mit dem Fortunatempel fünfsehenswerthe Privatwohnungen.
Zuerst (dem Haupteingang der Casa delFauno gegenüber) r. (Reg. VII, Ins. IV)
Nr. 59. *Casa della parete nera (PL 52);das Prothyron führt zwischen zwei Bou-tiquen in ein tuskisches Atrium, mit vierKubikeln und zwei Alen. Das Tablinum,zwischen den Fauces und 1. einem Oecus,liegt etwas erhöht über der Porticus desViridar. Das Peristyl hat nur drei Säulen-gänge, und an der linken Längswand sechsHalbsäulen. An der Rückseite des Peristyls \liegt in der Mitte (jetzt gedeckt) das *Tri- |clinium, mit werthvollen Gemälden auf ;schwarzem Grund (daher parete nera), sehrschönem Ornament mit drei ausserordent- jlieh gut erhaltenen Eroten in Kultushand- ,lungen. — An der Rückwand l. drei Erotenund eine Psyche, den Pfau speisend, beieiner, mit dein Diadem der Juno geschmücktenSäule, auf welcher sich das Bild der Victoriaerhebt; r. an einem Pfeiler mit Helm, dieLanze und der Schild der Pallas, welcheein Eros mit beiden Händen hält, währendein zweiter ein Lamm opfert und eine Psycheeine Fruchtplatte zum Altar bringt; an derRückwand vier Eroten, welche dem Pirapusdie Symbole der Venus darbringen. — Obenin der Architektur: Zeus, Danae , Dichter,Männer und Frauen. — L. vom Triclinium,und durch eine Thür von r. mit ihm kom-municirend, folgt ein Oecus, einst elegantbemalt; an der linken Wand: Apollo undGeliebter. — Daneben r.
Nr. 57. Casa (lei Capitelll flgurati (Pi. 53),an deren Eingangspilaster die schönenKöpfe je eines Satyrs und Bacchantin dieKapitale schmücken; im Tablinum einehübsche weisse und schwarze Mosaikrose;dahinter eine stattliche ionische 14sauligeGartenhalle mit Lararium und Halbsäulenan der rechten Wand. — Es folgt r.
Nr. 50. Casa del Gnmducn di Toscana j(PL 54), 1S33 in Gegenwart Leopolds II. jaitsgegraben; zu hinterst mit einem nied- (liehen *Mo«aikbrunuen, unten in Mosaik ein iNilpferd, das zwei Schilfern auf lauert. — |
Im Atrium sind an der Eingangswand die !zwei kleinsten Lararien Pompeji’s ; im ;Tablinum fand man das schöne Gemälde j»Dirke’s Strafe «, jetzt im Museum.