Band 
Erster Band: Unter-Italien.
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8. Pompeji (Isistempel).

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1. vom Protliyron: Argos, die Io bewachend;— Tablinum: 1. Mars, Venus erwartend;Zimmer 1. daneben, rechte Wand: Frauen mitThyrsus. — Im Peristyl vorn r. (wo dieTreppe nach oben führt): Schlange, See-tliiere, Vögel. — Im Zimmer hinter demPeristyl, an der linken Wand: Paris mitVenus und Oenone; Rückwand: Galatea.

Dann in Nr. 21: Atrium, noch unvoll-endet; Zimmer r. vom Atrium: BekleideteVenus mit einem bestraften Amor; Mitte derlinken Wand: Achill vor Thetis sich waff-nend; gegenüber: Penelope und der vonihr nicht erkannte Odysseus . — L. vomTablinum: die Hauskapelle. Im Viridarhübsches Larar mit plastischen Schlangenund Altar.

Nun an der Taberna Q. Sallusti Inventiweiter und 1. bei Nr. 21 eintretend, kommtman in einen ehemaligen Stall; in demhintersten Raum desselben sieht man ander rechten Wand vor der Treppe ein Laren-bild; und in der Nische Epona auf einemEsel; Über der Schlange: Mann mit Eseln.

Im folgenden Haus, gegenüber der Ta-berna Cati Scithi, ist 1. Nr. 26. jenseit desProthyrons, 1. ein grosses Larar.

In die Via Stabiana zurück und hiersüdwärts zu den Stabianer Thermen; dannbeim Wasserleitungspfeiler (neben derFa^ade der Thermen) 1. der Querstrasseentlang, tritt man bei

Nr. 20 in die *Pomus Epidi Ruft (oderCasa dei Diadumeni, PI. 10(5); vor der Fatjadeeine Erhöhung Über dem Trottoir, daherauf Stufen ins Protliyron; das prächtigekorinthische Atrium ist lßsäulig, 17,50 m.lang, 12 m. breit. Die Ala r. und 1. mitje 2 Säulen. — Im Zimmer r. vom Protliyron:Zwei eingeralimte Fenster nach aussen. —In der rechten Ala Lararium mit In-schrift: Dem Genius unseres Markus undden Laren die zwei Diadumeni, Freigelas-sene. — Im Zimmer r. vom Tablinum (mitVcnstcv auf den Garten), Eingangswand:Apoll und Marsyas ; rechte Wand: Venus,Amor und Hesperus; Fensterwand: Apollo.Dazu fünf Musen. — L. am Garten dahinterdie gewölbte Küche. — Das Haus daneben:

Nr. 22. Casa de’J Parnasso (PI. 107), hatim Atrium r. an der Eingangswand ein alsStucktompelclien gebildetes, sehr schönesLarar; das neunsäulige Peristyl ist umeinige Stufen erhöht; — im grossen Tri-clinium hinter dem Peristyl, Rückwand: DerParnass mit Apollo und den Musen ; 1. Dianaund Aktäon; die Brustbilder von Bacchusund Ariadne . — Im Durchgang zum II.(auch neunsäuligen) Peristyl: 1. Herkules,Vulkan und Venus.

Zurück zur Via Stabiana und südwärtsgegen das Stabianer Thor hin

Nr. 5. t'asa Popidius Secundus (Augu-stianius) oder del Citarüta (PI, 108) (1853 bis1871 ausgegraben). An der Front liegendrei Läden, zwei derselben standen zuerstmit dem Tnnern in Verbindung und sinddann durch neue Scheidemauern von ihmgetrennt worden. Die sehr grosse Wohnung

(eine der grössten in Pompeji ) hat drei Peri-style; das mittlere Peristyl, etwas 1. (nord-östl.) vom Atrium, mit 18 Säulen. — Im1. Zimmer 1. hinter diesem Peristyl (Tri-clinium) : grosser Mosaikboden; im kleinenZimmer r. daneben: r. Leda (Nemesis);Rückwand: Venus und Mars. — Im folgen-den grossen Zimmer 1.: Paris ’ Urtheil undGenius mit Guirlanden. Im 2. Zimmer da-hinter, Rückwand: Apoll, r. musikalischerWettstreit. — Das Peristyl des rechtenHausflügels, mit 20 Säulen, umfasst einenGarten; zwei Thüren und sechs Fensteröffnen sich von dem ersten auf dieses zweitePeristyl. — Zuin Peristyl des linken Haus-flügels (der auch als besonderes Haus desMosaikcompluviums gilt) steigt man auf10 Sprossen empor; es hat 12 Säulen, kleineWandmalereien (Vögel, Architektur, Land-schaften), die Felder sind abwechselnd rothund gelb; im Mittelzimmer auf der Ostseitc(verdorben): Adonis , Aegis.

Daneben 1. eine queranstossen.de Seiten-wolmung mit Eingang von Via C. dell Aquila.

An der Stabianer Strasse 7 schräggegenüber dem Popidiusliaus, 1. am Ein-gang der Strada del Tempio ä'-Iside, liegtr. (Reg. VIII, Ins. VIII, Via II u. Reg,VIII, Ins. IV, Via II):

Kr. 25. Der * Tempel des Aeshulap undder Hygieia '(Gesundheitstempel) ; er istder kleinste Tempel Pompeji’s , die ge-' sammte Grundfläche ist nur 21 m. langj und 7 m. breit. Durch eine zweisäulige,

■ jetzt zerstörte Halle tritt man in den; schmalen Tempelhof, in welchem vor

■ der Tempeltreppe ein schöner, dem Sci-I pionensarg im Vatikan ähnlicher Altar| aus Tuff mit Triglyphen und Voluten■' steht. Neun Stufen führen zur ehema-ligen sechssäuligen Vorhalle und zurTempelcella. Auf einem Podium standen .in Terracotta die beiden Gesundheits-gottheiten und zwischen ihnen eine Rüsteder Minerva medica. — Es folgt in derStrada del tempio d’Jside 1.:

Nr. 28. Der *Isi 8 t 6111 pel (PI. G 9,Nr. 66).

Der Isisdienst hatte sich als neue Re-ligion sehr schnell von Alexandria überdas Mittelmeer verbreitet; Isis war nament-lich eine Göttin der Frauen und der Schiff-fahrt, und der neben ihr verehrte Sarapis (s. Pozzuoli ) ein Heilgott. Die grosse Göttinwurde von den Frauen in der ganzen rö-mischen Welt als die Gnadenreiche, als Heil-uud Schutzgöttin am inbrünstigsten ange-rufen, und ihr Dienst, in Pompeji wohl vielfrüher als in Rom , war zur Zeit des Aus-bruchs des Vesuvs in vollster Blüte. DerGottesdienst bestand in täglichem zweimali-