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2. Palermo (Porta nuova, Palazzo Keale).
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Der dunkle Hof hat unten eine Säulen-ordnung in .Renaissance und darüber go-thische Bögen mit feinen Saulehen. lnden Arkaden des /weiten Hofs r. (Sclilüs-se) s. o hen) ist ein berühmtes * Freskovon Cresccnzio (ca. 1490) erhalten: derTriumph des Todes.
Kino phantasievolle Produktion, viel-leicht von dom Bild im Campe santo zuPisa inspirirt; der Tod auf blassem Koss,unbekümmert um die Armen, die für ihrKnde seufzen, ebenso aber auch den Hoeli-gebornen vernichtend und den Reichen be-drohend. Die Figuren sind zusammeuge-zeichnet, ohne grosse Rücksicht auf geeigneteVertheilung, die Konturen aber von grosserGenauigkeit; eine anmutliige Geziertheiteharakterisirt die Frauen ; magere und eckigeFormen bezeichnen die -dünner. »Man wirdan Gentile da Fabriano erinnert.« (Cr. u. Cav.)und an die Neapolitanerfresken in 8. Seve-rino; doch steht Orescenzio noch höher.
Die Westseite des Vittoriajfhitzcsbegrenzt r. die Porta llUOVa (C 2),ein 1584 als Triumphbogen errichtetesTlmr zu Ehren des Einzugs Karls V.,15 iSept. 1555. Aber 1067 zerstörte, derBlitz durch Anzünden des im Oberge-schoss gelagerten Schiesspulvers den stol-zen Bau, der dann durch Gaspare, Guercionach dem alten Entwurf wieder aufge-fiihrt wurde.
Von der kleinen Laterne der Höhe, zuder man auf bequemer Treppe hinansteigenkann, geniesst man ein herrliches ♦Pano-rama der »Stadt, der prächtigen Vegetationumher und des Meers. — Das Thor (ein sehr ,schöner Bau) ist 4h m. hoch und hat drei Ge-schosse; gegen Moureale hin ist der Bogen ,unten rustik, mit den Reliefs von vier Sara-cenentelamonen; um die Corniclie der zwei-ten Ordnung läuft eine Loggia mit Marmor-balustrade, unten mit vier Medaillonbüsten iund oben mit leichten ionischen Säulehen dieviereckige Pyramide stützend, wo der paler-mitanische Adler in Email dargestellt ist.
Mit diesem Thor ist mittels eines 1578 jerbauten Korridors verbunden: Der j^Palazzo Keale (C 2), der die Westseite jdes Yittoriaplatzes auf erhöhter Terrasse !begrenzt, ein echt historischer Bau, d. li. |ein Nebeneinander von Bauten und Thür- |men der verschiedensten Epochen an der ,höchsten Stelle der Stadt, und in dieserarchitektonischen Mischung doch impo-sant und die grossartigen Verhältnisse 'der alten normannischen Herrenburg ;nicht verleugnend, von der fast in der !
] Mitte noch die stolze Torrc Pisana, spä-
■ ter Santa Ninfa genannt, aufragt.
1 Der Palast, von den Saracenon im!*. Jahrli. an der Stelle des Baues für die rö-mischen Magistraten errichtet, wurde vonden Normannen zu einem, von dem AraberDjobair schon im 12. Jahrh. hochbewun-derten Palast umgeschaffen. Zur Zeit derersten normannischen Regenten war der Palasteine weitläufige Festung (El Halka); inner-halb dieses Mauerumfangs lagen eine Mengekleiner Paläste für die häuslichen Bediirf-! nisse des Ilofs und für die Audienzen und1 Wachen; zwischen diesen Gebäudetheileni und zwischen Portiken, Kirchen und Ka-! pellen ragte gegen S. der griechische Thurm,gegen W. der pisanische Thurm, gegen 0.der rothe Thurm auf, und zwischen diesen. Thürmen liefen diejenigen Tlieile der künig-j liehen Residenz, welche Ghirimbri nnd (die! glänzendere) Gioaria liiessen. — Am Fussder königlichen Gemächer that sich der ge-räumige Hof auf, den TJgo Falcando die Aularegia nennt, d. li. die Reste eines antikenTheaters, dessen Sitzreihen noch erhalten| waren (und im Mittelalter zu Volksversamm-i lungen und Parlamentssitzungon dienten).
, Von dieser Citadelle ging der gedeckte Gang’aus, der die Emire zur Moschee und dieI normannischen Regenten zum Dom führte| (eine lange Loggia, die in der Mitte der: Piazza Vittoria an der äusseni Ostmauer' der Halka begann, die Linie der Via VittorioI Emanuele durchzog und, einen Halbkreis be-
■ schreibend, den jetzigen Garten des Erz-' bischofs durchschnitt). — Die Via marmorea,j die Centralader der alten Stadt, begann von! der Via eoperta, bildete in der untern Hälfte; der Piazza Vittoria eine Kurve und zog dann,
ziemlich der Via Vittorio Emanuele ent-sprechend, nach S. Antonio. CIgo Falcandobeschreibt den Palast im 12. Jahrh. folgen-derrnassen: »Der Palast war mit der gröss-ten Sorgfalt und bewunderungswürdigerKunst von Hausteinen erbaut; weite Mauernschlossen ihn nach aussen ab, und das Innereglänzte von Gold, Edelsteinen und unge-heuren Reichthümern. Au seinen Enden warer von zwei Tliürinen begrenzt, der Pisany,für den Schutz des königl. Schatzes, derGreca, über dem Stadttlieii sich erhebend,der Khemonia heisst. Der Mitteltheil desPalastes, Gioaria genannt, war der herr-lichste und geschmückteste, für die Ver-gnügungen des Königs in den Stunden d< rMüsse reservirt. In weiser Anordnung warf naufs beste vertheilt die Wohnungen für dieFrauen, für die Mädchen und für die Eu-nuchen, die den Dienst des Königs und derKönigin besorgten. Andere kleinere Ge-bäude, aber von grossem Glanz, wie kleinePaläste, waren beigefügt, wo der König mitseinen Vertrauten die Staatsgeheimnisse unddie höchsten öif- ntlichen Interessen mit denMinistem und Baronen verhandelte. Als demPalast dio Hofhaltung mangelte, wurde ervernachlässigt, so bereits in der zweitenHälfte dos 1-4. Jahrh., und in den Büi’gcr-
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