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2. Palermo (Museo Nazionale: Erdgeschoss).
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denen) * Metopen von drei dori-schen Tempeln in Selinunt auf-gestellt, und zwar so, wie sie vor Alterswaren, daher sind einige architektonischeStücke restaurirt und einige nachgebildet.Die Höhe des Sockels repräsentirt dieHöhe des Arcliitravs. — Linke Liings-wand. Nach einem altdorischen Triglyphlolgt: 1. * Metope mit dem Viergespannund den (Kesten der) drei Wagenlenkern;vom Tempel C.
Hat sehr gelitten und ist aus 50 Stückenzusammengesetzt; ergänzt sind Stellen inden Vorderbeinen der Pferde und der obereTheil des Grundes, in.welchen die Handdes linken Lenkers und der Kopf desmittlcrn eingelassen sind. Viergespann undPferde bieten die volle Vorderansicht undladen stark aus, selbst die Hinterbeinesind vom Grund losgelöst; die äusserenZügelpferde treten etwas über die ange-schirrten vor; nach einer im alten griechi-schen Stil typischen Weise wenden sie sym-metrisch die Köpfe nach aussen. Hie For-men sind schon sehr entwickelt, doch sinddie Mähnen noch typisch in zopfartige Flech-ten gewunden; Zügel, Gebiss und Leib wa-ren bemalt, ebenso die plastisch ausgeführteBeschirrung. Hie Lenker (wahrscheinlichHelios mit zwei Horen) stehen in halber Rc-liefhölie hinter den Pferden; vom erstenund dritten, die durch gleiche Grösse undTracht die Zusammengehörigkeit bezeugen,sind noch die Fiisse und glatten , zum Bo-den niederfallenden Gewänder sichtbar.Die. Mittclftgur, unbärtig, mit Lockenliaar,gegürtetem Gewand, hält die Zügel; sie istkleiner, weil sie auf dem Wagen steht, unddie griechische Symmetrie verlangte, dassdie Figuren einer Metope gleich hoch liinan-reicheu, Bild und Kaum sich entsprechen.— Die Metope gehört zum Tempel C (S. 851)und zu den Keliefs, welche die älteste Ent-wickelung der griechischen Skulptur dar-legen; s. unten.
2. * Metope mit Perseus, welcher die'Medusa tödtet, aus deren Blut der Pe-gasus entspringt; die schützende PallasAthene steht ihm zur Seite; vom Tem-
pel C.
Aus 32 Stücken zusammengesetzt; er-gänzt an Athene der Hals, ein Theil derBrust und der Kniegegend, an Perseus diemittlere Waffenpartie und einzelne Stellender Arme und Hände. Perseus ist unbärtig,kurzhaarig, mit Zopfresten, trägt rundeKappcmit schmalem lland und hohe, über demKnöchel geschnürte Schnabelstiefel, durcheine nach vorn ausgehende Volute geziert:vom Gewand sieht man nur das gefältelteEnde über den Hüften und den Gürtel mitBuckeln; hinter dem Kücken ein Stück derSchwertscheide. Er schneidet mit primi-tiver Gemüthsruhe der Medusa den Kopf ab,
während er ihr Haar packt. Die Medusaist ins Knie gesunken und hält das ausihrem Blut entsprungene Kind, das Flügel-pferd Pei/asos, in den Annen. Die Medusaist entsprechend dem ältesten griechischenStil als scheusliehe Schreckgestalt darge-stellt (noch fehlen die poetischen Schlangen-haare des Acsehylos und Pindar): aus demaufgerissenen Mund treten die Zunge unddas Fangzalmgebiss hervor, die Nase istplatt und breit, die Augen stier, das hinterden Ohren aufgebundene Lockenhaar fälltüber die Schultern herab; das Gewand istkurz und knapp und war wohl durch Ma-lerei betont; sie umfasst in naivster Zärt-lichkeit ihr Füllen, das zwar geflügelt, aberunten noch mit ihr verwachsen, dennochschon das Anspringen versucht. Pallas stehtregungslos hinter Perseus (wie die alteKunst die nicht an der Handlung theilneh-menden Personen bildete), fast hinausge-drückt; ihr Acrmelgewand fliesst bis auf dieFiisse nieder; die Rechte liegt auf der Brust,in der Linken trug sic wohl den Speer.
3. -Metope mit Herakles 7 die Ker-Jcopenkobolde an der Stange forttragend ;vom Tempel C.
Aus 48 Stücken zusammengesetzt; er-gänzt: kleine Stellen an den Schenkeln desHerakles, das linke Ende der Schwertscheide.Herakles (Melampygos) trägt die beidenneckischen und diebischen Kobolde Passalosund Akinon (Hammer und Amboss), die ihnim Schlaf störten, an Händen und Füssenfestgebunden, auf seinem Kücken an einemTragholz wie ein erbeutetes Wild davon.Herakles trägt ein Schwert und eine (nichtmehr sichtbare) Löwenhaut, Schwert undGürtel sind roth gefärbt, die Beine sindfrei abstehend, stark ausschreitend und gegendie Natur beide (wie es der alterthiimlieheAusdruck strammer Kraft verlangte) straffangespannt und doch mit voller Solilen-iläche auf dem Boden stehend; er trägtkurze Haare und wendet dem Beschauerdas Gesicht(inalterthümlichem Widerspruch)voll zu. Die beiden Kerl open, die durchdrei plastisch ausgeführte Kiemen an Hän-den, Knöcheln und Knieen gebunden sind,sind unten symmetrisch, oben völlig gleichdargestellt; von dem kurzen Haupthaarhängen hinter den Ohren lange, gegliederteZöpfe in symmetrischen Bögen herab; dieFiisse sind dem Herakles zugewandt, dieIierabhängenden Köpfe dagegen von vornsichtbar.
Der Stil dieser drei vom Tempel Cstammenden Metopcnrelicfs zeigt (wiesonst kein anderes erhaltenes griechischesKunstwerk) die älteste dorische Skulptur ;kurz nach der Gründung von SelinuntG28 v. Chr. (nach Diodor 651), wie siedem Ursprung des Reliefstils überhauptnoch sehr nahe stand.