Band 
Zweiter Band: Sicilien.
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2. Palermo (Museo Nazionale: Erdgeschoss).

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Es folgt das

Vestibül. In der Mitte frei: * Zeus-statue aus Tyndaris, aus griechischemMarmor, doch stark restaurirt.

Ergänzt sind der Kopf, der rechte Armbis an die Schulter, der halbe rechte Unter-schenkel, das linke Hein vom Knie an, einTheil der Gewandung; doch ist die Ergän-zung (Villareale’s) richtig. —• Eie Statuehat hohen Kunstwerth, namentlich ist »dieFestigkeit und Grossartigkeit der Stellungund die breite und einfache Behandlungdes Gewandes« (Overbeck), die linke Handeingehüllt nach hinten auf der Hüfte lie-gend, das Himation die ganze Schulter be-deckend und mit breitem Niederfall überden linken Arm.

Au der Rückwand 1.: Kolossalstatuedes sitzenden Jupiter, aus Solus, ein rö-misches Werk, die nackten Theile ausMarmor, die übrigen aus Haustein; inder Linken noch die Löcher Für den Blitz;der linke Arm (höher als gewöhnlich) aufden Scepter gestützt; Blick und Gesichtnach aufwärts gewandt; Thronsitz, 1 Thron-schemel und Schuhwerk verziert. — 11.:Statue eines römischen Kaisers (XervaV),von Villareale restaurirt; aus Tyndaris(der Torso ist von Gips und nach demdes Museo Biscari zu Catania geformt).— An die "Wand gelehnt: altrömischeZinunerdekoration mit Masken und Fe-stons, aus Solus. An der rechten undlinken Schmalwand kleine Statuen. II.und 1. von der mittlern Jupiterstatuezwei Leuchter und zwei ägyptische Fi-guren. Im Raum daneben einige Grab-reliefs und Statuen. Dahinter der

Saal der Mosaiken. Am Boden:Grosses **J?u$sbodemnosa;ik 9 ii,gb

m. lang, 8,0-1 m. breit, in 83 Abtheilun-gen, aus dein Ende des 1. Jahrh. n. Chr.Die Umrahmung der kleineren Felder wirddurch farbige Fascien und Medaillons mitFischen gebildet. Die ganzcKompositionzerfällt in drei Haupttheile mit sinnigerZusammenstellung der mythischen Be-ziehungen ; gegen die Mitte hin die Brust-bilder des * Helios (mit den Strahlen) unddes * Neptun (von einer heftig bewegtenGestalt entnommen, mit kühnem Wurfdes langen Haars und niederffiessendenWellenlocken) , zu unterst drei sitzendeDichter.

Der Fnssboüen wurde 1869 zufällig beidem Eini’ammen von Pfählen zu einerFcucrwcrksfafartc an der Piazza Vittoriain Palermo (S. 196) aufgedeckt. Er stammtaus einer grossen, in ihren Resten daselbstnoch sichtbaren römischen Wohnung. DerTransport ins Museum kostete 12,090 Lire.Hie Gegenstände folgen sich von untennach oben (und von 1. nach r.) so: I. 1. Tra-gischer Dichter, 2. Dichter, 3. Dichter. —II. 1.: Sommer, r.: Herbst; darüber: 1. An-tiopc, 2. Danae, 3. Leda. Darüber 1.: Früh-ling, r.: Winter. — III., I.: Tfolios; Mitte:Apollon; r.: Neptun; darüber zwei Windgöt-ter; darüber 1.: Nereide; Mitte: Europa; r.:Nereide. Darüber 1.: Minerva; r.: Juno. Dar-über: Nereide, Pegasus, Nereide; höher:zwei ‘Winde, und zu oberst Herkules; Mitte:Diana.

An der Rückwand: * Mosaikpauimentmit der Darstellung des Orpheus, wel-cher, umgeben von zahlreichen Thierendes Waldes und Feldes, die Leier spielt;(>,14 m. lang, 5,55 m. breit; stammt eben-daher, ist künstlerisch weniger ausge-zeichnet und scheint einer etwas spätemZeit anzugehören. — An der rechtenWand: Mosaikfragment mit Neptun aufeinem von zwei Meerpferden gezogenenWagen. An die Wände angelehnt: Fres-kenbruchstücke aus Pompeji, zwei mittheatralischen Scencii. — Es folgt r. die

Sala del Fauno. Am Boden: rö-mische Mosailc, unter Casa Maggio (ViaMacqueda 239) gefunden; mit der Dar-stellung des Orpheus und den Thieren.Hinter dieser Mosaik, vor der Mitteder Rückwand, auf besonderem Posta-ment: * Satyr statue, aus Torre del Greco;der jugendliche Leib von vorzüglicherSchönheit. — An der rechten Sehmal-wand Nr. 3, Isispriesterin, aus Taormina.4. Jiacchushopf. Rückwand: 13., 15.Männliche Torsi. 10. Aeslzulap-Statueaus dem Ilerkulestempel in Girgcnti(Nacken, beide Arme und die Beine un-ter den Knicen erneuert). Zu den Sei-ten der Ausgangswand: Römische Statuenaus Tyndaris. Nun tritt man in denSaal mit den bedeutendsten Schätzen desMuseums.

Sala delle Metope. Hier sind dieberühmten, mit griechischen Reliefs ausdrei verschiedenen Epochen der dorischenKünsten twickelung geschmückten, inTuffstein gearbeiteten (1822 aufgefun-