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Zweiter Band: Sicilien.
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2 . Palermo (Umsrelmiiir: Monte Fellegrino).

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gehören (A muri schreibt clie Plastik derKapitale den Saracenen v.n).

Die Ecksäulen bilden jo zwei verbundeneSäulcnpaare, deren Schäfte von elegantenHautengcllechten übersponnen sind undderen Blattornament mit Vögeln und trau-bcnlesenden Kindern geschmückt ist. DiaMehrzahl der übrigen Säulen ist mosaicirtmit geraden und gewundenen Kanuelureii,mit Hauten- und Ziekzackmustern, die mitGold und Farben eingelegt sind. — Vonjenem linmnenhaus (vorn r.), un der tiiid-toesteelce beginnend, sieht man an den Kapi-talen der Ecksäulen die zwölf Apostel; esfolgen S. Michael mit dom Drachen, dieTempeldarstellung, die Flucht nach Aegyp-ten; an der Siidosteckc die Synagoge mitzerbrochener, die Kirche mit aufgerichteterFahne und zwei Könige mit Kreuz. Ander Ostseitc, am 7. Säulenpaar, der Sündenfall,die Vertreibung aus dem Paradies, die ersteArbeit, das erste Opfer, Abel und Kain. Am9. Säulenpaar die Geschichte Josephs inAegypten. In der Nordosteeke (überreichauch an den Schäften mit Reliefs von Vögeln,Einhorn u. a.) die Verkündigung , Verehrungder Weisen, Heimsuchung, Geburt Christi.Daun am folgenden Säulenpaar der Nord-seite die vier Evangelistenzeichen und eineSirene; am 4. der Bethlehemitische Kinder-mord, am 7. Simsons Geschichte, am 14* diePredigt des Täufers und Taufe Christi; am20. Paar: Lazarus in Abrahams Schoss. End-lich an der Eiugangsscite: 1. die Jakobs-leiter; 4. ein Löwe seinen Jungen das Leben(clie Auferstehung) einathmend; 7. Paar: dieArche Noahs, die Sündfiufc, Noahs Trunken-heit; am 19. Kapital: clie Ucbergabe derKirche durch König Wilhelm an die Ma-donna, mit der Inschrift: »Rex qui cunctaregis, sieuli data suscipe Regis«; am 21. Paar:die vier grossen Propheten. An anderenKapitalen Ungethüme, Krieger, Jäger, Lie-bonde u. a. — In allen diesen Figuren wirddie tragende und stützende Funktion desKapitals accentuirt.

Iin neuen Kloster (jetzt mit Offieiers-wohnung'en) .sieht man an der Marmor-treppe zwei grosse Bilder, das eine vonGiuseppe Vclaz<[uez: Die Gründung desDoms von Monreale, das andere' vonPietro Novelli, Die Benediktiner-Orden.

Jcnseit Monreale führt die malerischeVia di Boecadifalco nordwestl. hinan nach(S Kil. von Palermo; man kann von Palermodirekt nach S. Martino fahren, Esel 9 Fr.)S. Martine «lellc Scale, ein noch von Gre-gor d. Gr. 581 gestiftetes Kloster, zehn Jahr-hunderte lang von den Benediktinern be-wohnt : jetzt eine lanätoiHtchaf(liehe Anstalt(mit über -190 Zöglingen, aus der Hefe desVolks), in romantischer Lage mitten in denBergen. Das von den Benediktinern ge-gründete .Museum und die Gemäldesammlungkamen an das Museum zul’alermo, dieBiblio-thek wurde der Biblioteea Nazionale und der

Biblioteea Communalo zu Palermo zuge-theilt, auch Monreale und Termini erhieltenje einen Tlieil. Das Kloster, im 18. Jahvh.umgebaut, war das grösste der Benediktinerin Sieilieu; die stukkirte Fa^ade mit 84 Bal-koneu ist von Manmglia (1178); die Haupt-film* führt in ein schönes Vestibulum mit16 Säulen von Marino bigio, hinten miteiner Reiterstatue S. Martins von IgnazioMarabitti; r. führt eine Prachttreppe mitsehr schön stukkirtem Gewölbe zum Salonehinan; die Brüstungen der Troppo sind voneinheimischem Alabaster. — Im frühemRefettorio dell 1 osservanza ist ein Decken-fresko von Pietro Novelli: Daniel undHabakuk (162;)). — Die Kirche ist von 1562,im lateinischen Kreuz mit Kuppel (ausBimsstein); im Chor *78 vortrefflich ge-schnitzte NussbaumstUhlo (1591) mit stetsverschiedenem Ornament und einfach grossenFiguren; die Orgel ein berühmtes Werk desBaldassare di Paola, von 1781; die BüstePius VII., vonPennino; in der grossen Ka-pelle r.: S. Martine, von Paladino; in dergrossen Kapelle 1.: S. Benedikt, von Novelli.

Auf der Höhe zwischen Monreale undS. Martino erhebt sich das Castell© di S.Benedetto (gewöhnlich Castellaecio di Mon-reale genannt), wie es lieisst, einst einesaracenisclie Festung, von Wilhelm II. inein Kloster lungewamlelt; im 14. ,/ahrh.wieder Festung; die Mauern sind von ge-waltiger Dicke, die alten Thürcu uiulFenster spitzbogig; an der rechten Seitedes geräumigen zweiten Hofs ist innerhalbder Mauern eine Kirche. Die Aussicht istüberaus prächtig.

Den Rückweg von S. Martino kann manüber Ba'ida nehmen, das nordöstl. am Fussdes Monte Cuccio liegt. Von der Terrassedes Klosters reizender Blick auf den Golfund die Conca d’oro; die Kirche ist ausdem 14. Jalirh., hat einen Porticus mit dreiSpitzbögen und ein Portal von 1507; dasInnere ist erneuert (1. und r. vom Altar nochSäulen aus dem 12. .Jahrli. mit SkulpturenneutestamenUiclier Scenen); 1. Altar 1.:Täuferstatue von Gagini; 2. Altar r.: Re-liefs aus dem 15. Jahrli. — Ostwärts führtdie Strasse nach Aitarello di liai'da; liiersind inmitten von Anpflanzungen Resteeines normannischen Palastes, JMcnani (Mim-nernum), den eine Chronik dem König Rogerzuschreibt. -

o. Der **Monte PellegTino (Aus-

auf 1 { i i Tag),

Wagen bis zum Fuss IVa Fr.; dann führteine gepflasterte Rampenstrasse im Zickzackhinauf; Esel 2 Fr.; Pferd 3 Fr. — Entfer-nungen: Von Porta S. Giorgio bis zu denCareeri V 4 St., von da zum Fuss des Bergst '4 St.; von hier die Zickzackansteigung (laScala) hinan bis zum ersten kapelienartigenSchutzbau für das Vieh *'2 St.; bis zumzweiten 10 Min.; dann in gerader Richtungbis zur letzten Windung 40 Min.; von dar. zur Grottenkirche S. Jtomlia 10 Min. VonS. Rosalia geradeaus vorwärts zur Kolossal-