Band 
Zweiter Band: Sicilien.
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283-284
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3. Von Palermo nacli CaUUalimL und Segesta.

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3. Von Palermo nach Calatafimi und Segesta.

64 Kil. Post von Palermo auf guterFahrstrasse nach Calatafimi für 14 Fr.in 11 St. (über Morrealc 1 Fr. 30 C.; Pioppo2 Fr. 60 C.; Partinico 6 Fr.; Alramo 10 Fr.60 C.). Das Postbillet ist in Palermo, ViaMacqueda, Palazzo Comituii (neben S. Or-sola), erster Hof r., bei der lmpresa Gia-raffa zu holen.

Maulthier 3 Fr. von Calatafimi zum (6Kil.)Tempel von SeyeHa in 14/4 St.

Man übernachtet in Calatafimi und kannnach Besichtigung Segesta’s entweder nachPalermo zurückkehren oder die Weiterreisenach Irapani (S. 208) und von da eventuellper Dampfer zurück nach Palermo — odernach Castelvetrano (Selinunt), R. 6, antreten.

Von Palermo nach (6 Kil.) Monreale(S. 250). ~ Jenseit Monreale verändertsich der Charakter der Landschaft gänz-lich. Statt der Vollpracht der Bäumeniedriges Gebüsch, die Villen verschwin-den, das Thal zur Linken wird zurSchlucht, die sich in den äussern Berg-kranz verflacht. — L. dichte hohe Bin-senbüsche in langen Linien ; die Gegendwird immer öder, die Höhenumrisse ein-förmiger, die Vegetation ärmlich, hierund da Agaven. Zuweilen bizarre Fels-gestalten. Jenseit Pioppo hört die Ve-getation auf. Oben auf dem Bergrücken,welcher den Palermitanischen Busenvom Golf Castellamare’s trennt, trittman in einen Engpass mit Durchblickauf das Meer, umringt von wilden Fels-formen. Nun ziemlich jäh hinab; amAusgang aus der Schlucht Prachtblickauf die herrliche Ebene von Partinicound Sala, ein köstliches Gartenland amschön geschwungenen Golf von S. Vito;r. Montelepre und das ölreiche Giardi-nello ; 1. Borghetto ; in der Ferne Alcamo.

— Die Ebene ist eine der prächtigstenSiciliens, mit tropischer Pflanzenfülle.

— Jenseit (25 Kil.) Borghetto senkt sichdie Strasse durch Obstgärten, Kornfelderund Weinpflanzungen gegen

(27 Kil.) Partillico (Locanda dcllaBambino,) hinab, eine ziemlich ausge-dehnte, aber schlecht gebaute Land-stadt mit 20,154 Einw.

12 Kil. nürdl. liegt Carini, durch eineaussichtsreiche, gut unterhaltene Strasse mitPalermo verbunden, welche der Küste ent-

lang durch ein an Oelbäumen, Kornfeldern,Sumaeh und Opunticu reiches Thal unter-halb des Monte Pelicgriuo über 8. Lorenzonach Tomaso Natale zieht, dann an demFischerort Sferracavallo vorbei, mit einemPrachtblick auf den Monte Gallo und dieunbewohnte Insel »dolle Feminine«, durch(Japaci am Fuss des theaterförmig ausge-bauchten, schönfarbigen Monte Zaeati, amInselfelsen Colle Orvino vorbei durch eineolivenüppige Ebene führt, t’arinl (ordinäreLocanda an der Piazza) ist eine der best-erhaltenen Landstädte Siciliens, mit 9558Einw. und altem, die Ebene überragendemFeudalschloss, im 14. Jalirh. durch die Cliia-ramonti erbaut (das äussere Thor gothiscli,das innere von 1562).

6 Kil. nordwärts, bei der jetzigen Ton-nara, lag das antike Hykkara (Tliukyd. VI,62), eine sikanisclie Stadt, die als Vater-stadt der Hetäre Lu'ix, Tochter der Timandra,der treuen Gefährtin des Alkibiades, be-rühmt war. Als siebenjähriges Mädchenwurde sie nach Korinth gebracht, nachdemsic, wie es heisst, bei der Expedition desNikias in Sicilien, durch welche Ilykkarazerstört wurde, in Gefangenschaft geraülienwar. In Korinth entzückte sie den MalerApelles, der sie zur Hetäre lieranbiklete.Selbst Demosthenes reiste ihr nach. — BeiGarbolangi findet man noch alte Mauerrcste,und die Stadt Carini, die noch jetzt durchihre hübschen Mädchen bekannt ist, leitetihren Namen von Hyk-Kara ab. Westl.von Carini eine Hohle mit Knochen des I-Iip-popotamus, Elephas u. a. und Werkzeugender Steinperiode.

Jenseit Partinico führt die Strassein langen Windungen zur Hochebenehinan, über welcher Alcamo schon vonweitem erblickt wird, durch welliges,freundliches Hügelland, Weizenfelderund an Stöcken gezogene, durch Agavencingehegte Weinpflanzungen, ln dengrünen Thalstreifeil vereinzelte Land-häuser, von Feigenbäumen oder Olivenumrahmt. Durch (31 Kil.) Valguarncra,das einem Fürsten den Titel gibt; überden Platifluss, welcher die Gebiete vonPalermo und Trapani scheidet. Durchfleissigen Anbau von Weizen, Flachsund Bohnen den tiefen Felsthälern ent-lang. L« Monte Mitro und Pizzo diMarabella ; r. Castel Oalatubo, sarace-nischen Ursprungs. — Ziemlich steilhinan nach

(48 Kil.) AlcaiUO (Albergo lialiano,beim Dom; Fortuna ; beide auf der