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3. Alcamo - Calataiimi.
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Stufe sieilianiseher Landstädte), mit !20,890 Einw., eine freundliche, ziemlich 1saubere Stadt; der Dialekt sehr unver-ständlich, obschon der älteste sieiliani-scdie Dichter, öiullo (VAlcamo (um 1200),von hier stammt; man zeigt noch, ge-genüber der Badia nuova, einen — Re-naissancebau als sein Geburtshaus. DieStadt ist arabischen Ursprungs, standdamals aber auf Monte Bonifato (827 m.ii. M.). Erst Friedrich II. liess 1233die Stadt tiefer anlegen.
Die Zinnenmauern stammen aus dem14. Jahrh.; man trifft liier und da noch altePaläste mit vorspringenden Baikonen undZinnen und Kirchen mit spitzbogigen Fen-stern und Portalen ( 8 . Tommaso mit schönrelietirtem Portal, 14. Jalirh.; der Dom mitaltem Campanile; gegenüber LeBiairhe, Früh-renaissance; S. Maria di Ge*ü, im 0. derStadt, mit Glockenthurm aus dem 13. Jahrh.).— Das Milit'drhospUal, dem Dom gegenüber,stammt aus dem 15. Jalirh. — Das Kastell(jetzt Gefängnis) in der Oberstadt, ein wür-felförmiger, zinnenbekrönter Bau, hat nochseine Spitzbogenfenster und Thürme.
Von der Nordseite der Stadt führt einguter Weg zum Monte Bonifato hinan, wonoch Ueberreste der alten Stadt vorhandensind und ein * Prachtblick auf den Busenvon Castellamare und über Segesta' hin biszum Monte S. Giuliano sich eröffnet.
Während jenseit der Kalkberge von Mon-reale, Capaci und Carini Partinico in einemBecken mit plioeänen Schichten ruht, liegtAlcamo wieder auf einer kalkigen Erhöhung.Es besitzt mehrere Marmorbrüche und einengelben Dendritstein von ganz besondererSchönheit.
31 au kann von Alcamo direkt zum Tem-pel von Segesta (S. 293) reiten, durch einkornreiches Thal am Fuss des Monte Inicihinab (das Korn wird hier mit grossen, sehr jschmalen Sicheln geschnitten, die Bündel, 1in flache Haufen geordnet, werden nachwenigen Tagen auf dem Feld oder in offenerTenne durch Ochsen zerstampft). Nach 1 St.über den Fiume freddo; nach l k St. überden Gäggera, an welchem sich die AquaeSegcstanae befinden; über den Ponte deibagni durch kulturlose, dürre Ebenen zumFuss des Monte Barbaro; hier nach einerplötzlichen Wendung erblickt man in derEinöde den Tempel auf hohem Hügel.
Jenseit Alcamo senkt sicli dieStrasse in das niedrige, weithin mit Gc-treide angebaute hügelige Thal des Fiumefreddo (di San Bartolomeo), des antikenKrimisos; an den Hecken überall Opun-tien und Agaven.
Am Krimisos fand die berühmte Schlachtzwischen Titnoleon und den Karthag er n
statt, einer der vollständigsten Siege in dergriechischen Geschichte. Eben waren dieKarthager im Begriff, den östlichen Quell-fluss des Hypsas, den Krimisos, zu über-schreiten. Timoleon, mit 12,000 Griechenauf der Höhe angekommen, sah unten dieFeinde durch den Fluss in zwei Heere (zu-sammen 70,000 Mann) gesondert und in halbaufgelöster Ordnung. Rasch schritt er zumAngriff, die Sikelioten an den Flügeln, dieSyrakusaner und den Kern der Mietstruppenin der Mitte; er selbst an der Spitze. DasFussvolk entschied die Schlacht, die kartlia-' gischen Streitwagen vermochten den griechi-schen Schwerbewaffneten keinen kräftigen| Widerstand entgegenzusetzen; gegen die, ausgewählte karthagische Hopliteuschar mit1 ihren eisernen Panzern, ehernen Helmenund riesigen Schilden musste Mann gegenMann gekämpft werden. Die Gewandtheitder Griechen und ein heftiges Gewitter mitRegen und Hagel, den der Sturmwind denKarthagern ins Gesicht trieb, halfen zumSieg; der Krimisos trat aus seinen Ufern unddurchströmte die unebenen Gefilde. DieKarthager hielten nicht mehr Stand; ihreganze heilige Schar, 2500 der angesehenstenBürger, fiel, mit ihnen noch 10,000 Mann;15,000 Gefangene wurden gemacht. DieBeutewar überreich. — Holm nimmt an, dass derFluss von Entclla ebenfalls Krimisos liiessund die Schlacht dort am Belice sinistrostattgefunden habe.
An der Mündung des Fiume freddo, lOKil.von Alcamo, liegt, durch eine hügelitre Strasseverbunden, Castellamare (11,280 Einw.), inantiker Zeit Hafenstadt der Segestaner (da-mals auf dem Vorgebirge), am Fuss desMonte Inici in reich bepflanzter Umgebung(Oel, Sumach, Agrumen).
Jenseit des Fiume freddo zieht dieStrasse bergan; anfangs in dürftig be-bauter Gegend, oft mit langen Streifenvon rotheni Klee, dann in stets reichererVegetation. Oben geniesst man eine spe-cifisch sicilianischc Aussicht nach Osten:baumloses grünes, weithin gedehntesHügelland und dahinter nackte Berg-zacken, oft von bizarren Formen; amhervorragendsten derPizzo di Marabella.
(64 lvii.) Calatafimi, eine unbedeu-tende Landstadt (9414 Einw.) auf langemHiigelrücken zwischen zwei Anhöhen.
Gasthöfe: Locanda di Segesta. — LocandaGaribaldi ; beides sicilianisch-ländliclie Nacht-quartiere.
Post: Von Calatafimi nach (37 Kil.) Tra-pani (S. 298) in 5 St. für 8 Fr. 50 C.; — nach(40 Kil.) Castdvetrano (S. 327) in 5 St. fürlfi Fr. 75 O. — Mauithier von Calatafiminach (6 Kil.) Segesta (in D/4 St.) 3 Fr.
Am Westcnde erhebt sich das Kastell,maurischen Ursprungs (jetztGefängnis);