Band 
Zweiter Band: Sicilien.
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3. Segesta (Theator).

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beim Ilinansteigen erblickt man an derRückwand des Bergs bei einer Biegungnach N. plötzlich in der Ferne den herr-lichen Tempel von Fgesta im Sattel derSchroffen des Monte Barbaro und davoreine farbenschöne Landschaft von grü- ;neu Gefilden und graubraunen Fels-massen. — Südwestl. nahe bei Vita liegt :das Schlachtfeld, auf welchem Garibaldiund seine Freiwilligen am 15. Mai 18G0den ersten Sieg auf ihrem Zug gegen diebourbonischciiTruppen erstritten (S. 113). ,

EgCSt-ft (röm. Seyesta). \

Der Maultliierpfad von Calatafvmi !nach (6 Kil.) Seyesta folgt zunächst der :Strasse nach Castellamare. Nach 1 h St. ischlägt man jenseit einer Mühle den jFussweg bis zum Strombett der Gaggera !ein. Die Gegend, zuerst reich an Obst- jbäumen undGetreide, wird, jenäherman ,Fgesta kommt, um so öder; den dürren ■Boden decken Zwergpalmfächer, blauer !Boretsch überkleidet die Brachäcker, ;gelbe Winden schlingen sich zwischen ;den Falmhlättern; rotlibraune Ochsenmit riesigen, weit abstehenden Hörnernlagern umher, Lorbeerrosen schmückendie steinigen Baclifurchen. Häufig be-gegnet man ganzen Scharen von kleinen iweissen Schnecken (helix und bulimus)als Ueberzug der Meerzwiebeln und Ka-pernsträucher. Jenseit der Fiumara nahtman nordwestl. dem Monte Barbaro und :reitet zu der an der Nordseite des Hügels :gelegenen Wohnung des Kustoden (Casadi Guardia) hinan. — Von hier ersteigtinan den Monte Barbaro und besieht zu-nächst :

Das *Theater, auf hohem vorsprin-gend en Felsen über dem Thal der Gag-gera. Die Lage am steilen Felsen, ausdem der grössere Theil ausgetieft wurde(so dass man von der Höhe des Hügelszur Pracinction, d. h. der tlieilenden, mitden Sitzreihen parallelen Umgürtung,hinabsteigt), weist auf griechischen Ur-sprung hin. Sechs Stufenreihen thcilendie Cavea in sieben Keile; der Theilunterhalb der Präcinction hat 20 Sitz-reihen (die oberste mit Lehnen) und istnoch fast vollständigerhalten. Der obere,nicht auf dem Felsen ruhende Theil ist

unkenntlich geworden. Noch sind dieMauern erhalten, an denen die Stufenaufhören, und ein grosser Theil der Um-fassungsmauern; die wenigen hier nocherhaltenen Sitze und Stufen legen dar,dass die Zahl der Sitzreihen und Treppenden unteren entsprach. ZweiVomitorien,durch welche die Zuschauer in das Thea-ter hinabgingen, münden auf die Prä-cinction; sie scheinen nach der Rich-tung von zwei Strassen der Stadt ange-legt worden zu sein und stehen deshalb

1 : 180 , 000 .

Jfe/f/: Kifoinciej:

Calatufmü — Segesta.

von der Achse des Theaters ungleich ab.Der Grundplau des gegen NO. liegendenBühnengebäudes ist noch ersichtlich,die Fundamente noch völlig erhalten,die des Postsceniums nur theilweise. DieLage des (hölzernen Bodens des) Prosce-niums ist durch eine Reihe von Plattenin regelmässigen Zwischenräumen zwi-schen der Hinterwand der Bühne undder Orchestra bezeichnet. Der fünftedieser viereckig behauenen Steine (vorden beiden mittleren) bezeichnet wahr-scheinlich die Thymele (Bacchusaltar).

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Unter-Italien. II.