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gang bereiteten. Schon nach neun Tagenfiel das heldenmütliig vertheidigte Seliniuit(409 v. Chr.), wodurch den Karthagern derBesitz Westsieilieus für fast 170 Jahre ge-sichert blieb. Himera, freiwillig aufgegeben,ward erstürmt und der Erde gleich ge-macht. Egesta war nun den Karthagernunterthan. Im Kampf des Dionysios gegendie Karthager hielt es fest an diesen, undes gelang ihm .sogar, durch einen wohlan-gelegten nächtlichen Ausfall das Kager desFeindes zu verbrennen.
Aber 306 v. Chr. brachte Agatholdes derStadt das Verderben (Diodor XX, 71). SeineFlucht aus Afrika hatte seine Feinde cr-muthigt. Er suchte nun durch Abschreckungund Geldraub seine Macht zu befestigen,begab sich mit einigen Truppen nach derihm befreundeten Stadt Egesta und zwangsie , ihm den grössten Theil ihres Vermögensauszuliefern. Die Unwilligen beschuldigteer, dass sie feindliche Absichten gegen ihnhätten, liess die Aermeren aus der Stadthinausschleppen und am Fluss Skamanderniedermetzeln; die Wohlhabenden nütliigteer durch die Folter, anzugeben, wo ihrenoch übrigen Schätze lägen; die einenspannte er auf das Itad, andere liess er anSturmzeug anbinden und erschlossen, an-deren wurden die Fersen zerschnitten undnoch empfindlichere Qualen angethan. Ererfand auch eine Nachahmung des Stiersdes Phalaris, ein ehernes Bett in Form des ;menschlichen Körpers, in welches die Gefol- ‘teilen eingespannt und dort geröstet wur-den; wohlhabenden Frauen liess er dieFer-
seuknöchel mit /Sangen quetschen und zer-malmen , anderen die Brüste ausschneiden.Viele Egestäer verbrannten sich selbst inihren Wohnungen, andere machten ihremLeben durch Erhängen ein Ende. Sowurde Egesta mit der Blüte seiner Einwoh-ner vertilgt. Die Jungfrauen und Kinderliess Agatliokles nach Italien bringen undverkaufte sie an die Brettier. Der Stadt abernahm er den Namen, liiess sie Dikaiopolisund übergab sie Ueberlänfern zmn Wohnsitz.
Nach Agatliokles 1 Tod kehrte mit derübriggebliebenen alten Bevölkerung auchder alte Name zurück, den die Homer , wel-chen sich die Stadt (als angeblichen Stamm-verwandten durch die Trojaner) im erstenPunischen Krieg (264 v. Ciir.) sogleich frei-willig ergab, wieder in das ursprünglicheSegesta verwandelten. Die Stadt erhielt einekleine Naclibliite, und Cicero berichtet (inVerr. IV, 40), dass der Wertli der Lände-reien uni Segesta ein sehr hoher gewesenund Diokles von Panm-inus (Palermo) sichein einziges Grundstück für 6000 Sesterlien,gemietet habe; von einer Frau in Segestaerzählt er (IV, 26), sie habe für Verres inihrem mit Webstühlen angefüllten Hausdrei Jahre lang Teppiche anfertigen müssen,und zwar lauter purpurfarbene.—Im 5. Jahrb.verfiel die Stadt; unter den Saracenen gingsic zu Urunde und blieb vergessen. Erst,der gelehrte Sieilianer Fazello (geh. 1408,gest. 1570) konnte schreiben: »Ich habe ihrenNamen wieder aufgeweckt und ihn aus derVergessenheit gerettet, in der er begrabengeblieben wäre«.
4. Von Palermo nach Trapani
Post: Von Palermo nach (64 Kil.) Galata-fimi, vgl. S. 283. 6 Kil. von Calatafimi liegttiegeda, S. 280; — von Culatafmi nach (37Kil.)Trapani in 5 St.
Dampfboot: Von Palermo nach Trapaniwöclientl. Imal, S. 122.
Privatwagen pro Tag etwa 30 Fr.
Wer von Palermo aus Segeda und Tra-pnni (mit Monte <S. Giuliano) besuchen undwieder nach Palermo zuriickkelireu will, be-darf dazu vier Tage: man nehme das Dampf-boot nach Trapani, reite auf den Monte <8.('.iiuliano (hin und zurück 7 St.), nehme Abds.(5tya Uhr) Post nach Galutafimi, reite nachSegeda und fahre Abds. lOVa Uhr mit derPost nach Palermo (12 St. Fahrt) zurück.
Von Palermo nach Calatafimi s. S.283. Jenscit Calatafimi durch offene,dorf- und baumlose Ilügellandschaft, mitKorn oder Weide; hier und da ein Päch-terhaus; r. gegenüber der jähe Bergstock
und auf den Monte S. Giuliano-
des Monte S. Giuliano; in weiter Pernedie Aegadischen Inseln.
(19 Kil.) Colonnelta, einsames Wirts-haus. Am Puss des Monte S. Giuliano(1.), V 2 St. vor Trapani, die 1332 erbautehochverehrte Kirche der Madonna delFAnnunziata (mit prächtigemBronzegitter,1587 [vor dem Chor], und schönem Lese-pult, 1582, von Scudaniglio). — Dann auden grossen Meersalinen vorbei, die durchniedrige Steindämme abgctheiltsind, demschmalen sandigen Isthmus (Landzunge)entlang nach
(37 Kil.) Trapani.
Gasthofe: *Cinqnc Torri, Largo S. Nio-colö , gut, reinlich und nicht theuer. — Leond'Oro, Ende der Strada nuova (ist nurLoeanda [Zimmer l!' 2 Fr.], d. b. ohne Restau-rant). — Restaurant: tUardinetto , Largo S.Niccolö. — Cafe: lioma, am Corso,