Band 
Zweiter Band: Sicilien.
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299-300
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209 4. Von Palermo nach Trapani und auf den Monte S. Ginliauo. r>oo

Die Stadt, mit 33,634 Einw., liegtauf der sichelförmigen Halbinsel, vonderen Form sie in antiker Zeit den Na-men Drepanon (Sichel) erhielt. Sie istdie bedeutendste Stadt auf der WestküsteSiciliens. Der Handel mit Balz, dashier in grossen Quantitäten gewonnenwird und sehr geschätzt ist, sowie dieVerarbeitung von Korallen, welche an

förmigen Halbinsel trompetenförmig nachW. — Trapani liefert die besten Matrosen,Korallenfischer und Handwerker. MancheSitte erinnert noch an die alteAragonesen-zeit (z. B. der schwarze Manto der Frauen;die Magazine).

Bei der Korallenfischerei wird ein miteinem grossen Stein beschwertes Kreuz, anwelchem vier kleine Netze befestigt sind,an einem Tau ins Meer gelassen, nach und

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einer 3*/4 St. vom Land entfernten Stellegefischt werden, dann auch das Schneidenvon Kameen haben die Stadt zu nichtunbedeutender Blüte erhoben. Die Stadtist allein auf das Meer angewiesen (dadie ganze Umgegend eine sehr öde ist);sie ist regelmässig gebaut, gut gepflastertund sauber, die Häuser meist niedrig mitschweren Baikonen auf Konsolen. Anmanchen stattlichen Palästen ist nochmittelalterliche Architektur erhalten.Dm Hafen öffnet sich südl. vondersichel-

nach in die Höhe gehoben und wieder hin-untergelassen, wobei die Fischer weiterfahren. Hie am Boden befindlichen Gegen-stände werden dadurch losgerissen und ver-wickeln sich in den kleinen Netzen.

Die Kameen lehrte in der Mitte des 18.Jahrh. Giovanni d’Anselmo in Trapani zu-erst aus einer dicken Muschel (Pectunculuspilosus) bearbeiten. Auch in Pietra dura,Alabaster, Bernstein, Elfenbein, Walross,Perlmutter und feinen Holzarbeiten hat Tra-pani zahlreiche geschickte Arbeiter.

Zur Geschichte. Drepana war der Hafenund das Emporium des nahen Eryx (S. 305)gewesen. Zn Anfang des ersten Punisclien