Band 
Zweiter Band: Sicilien.
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343-344
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f). Von Palermo nach Selinunfc (Tempel G).

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phen (die einen geradlinigen Schlitzabflu.ssmit abgerundeten Ecken haben) hatten diehalbe Dicke der Mauer, die Metopen (diequadratisch sind) V3. — I>ie Bildung desArchitravs über der innern Säulenstellungdurch zwei Paar über einander liegenderSäulen erinnert noch an den Holzbau. — DasGesims war mit Mäander und darüber mitBlättern geschmückt, die sehr flach reliefirtsind, daher bemalt sein mussten, um ge-sehen zu werden. Noch sieht man Spurenvon roth, gelb, grün. Viele Säulenschäftehaben noch Reste ihres bemalten Stucks. —Vor der Parade wurden die Reste zweierMetopenreliefs vom Pronaos (der mit zehnMetopen geschmückt war) 182:1 von Angellund Harris aufgefumlen (Titanenkämpfe),jedoch nur die untere Hälfte (jetzt im Mu-seum zu Palermo, S. 224). Sie entsprechenim Stil der Architekturzeit.

Masse in Meter:

Unterer Durchmesser der Säulen . , 1,818Oberer - . . 1,245

Höhe der Säulen.!>,no

Breite des mittlern Zwiscliensäulen-

raums der Fa^adc . . 2,810

• der Zwischensäulenräume r.

und 1. davon .... 2,648

- Zwisehensäulcnräume der

Ecken.2,588

Höhe des Gebälks.3,991

Architravs.1,516

Frieses.1,462

der Corniche.0,958

des Unterbaues.1,056

62 in. weiter gegen N. liegen, parallelmit Tempel F, die Ruinen des gewaltigen

Tempel Gj dem Apollon geweiht;einer der grössten griechischen Tempel( der Tempel des Olympischen Zeus in Gir-genti ist zwar noch umfangreicher, inPlan und Durchführung aber nicht so ein-fach grossartig), aus zwei Bauperioden,dem C. Jahrh. und der Mitte des 5. Jalirh.v. Chr., wie die Vergleichung der Säulender Iiauptfa 9 ade, der Langseite und desPronaos mit denen der Rückseite sowiedes Architravs mit dem übrigen Gebälkund der Antenkapitäle des Pronaos mitdenen des Postieums zeigt.— Die untersteSockelstufe hat an den Schmalseiten 54,05m. Länge, an den Langseiten 113,34 m.,was für die Gesammtfläche des Tempels6126 Qm. ergibt (während der Parthenonzu Athen nur 2462 Qm. hat). Die Ge-sammtheit der zur Cirkulation geeignetenTempelfläehe betrug, abgerechnet denRaum für die Statue des Gottes, die auf demBoden aufgestellten Weihgeschenke u. a.,

ca. 3800 m.; davon waren 2750 m. zurtäglichen Disposition der Einwohner über-lassen und 1050 den Priestern für denKultus. Wenigstens 2000Personen konn-ten sich also hier versammeln und nachBelieben unter den äusseren Kolonnadenwandeln, denn das Pteroma (Flügelhal-len) war 250 m. lang und im Mittel 11 m.breit, nahm also eine Fläche von 2750 m.ein. Die Cella zerfiel in ein Vorgemach(Pronaos), hatte 17 in. Breite, 20 in.Tiefe, 340 m. Oberfläche und an der Rück-seite drei Thürine, deren mittlerer 3,61 m.und die zwei anderen je 2 m. breit waren;das zweite Gemach (2’Jicsauros, eigent-liche Cella) liiitSeitengallerien hatte 18 111 .Breite, 45,40 m. Länge, 690 Qm. Ober-fläche ; das dritte (Adyton) 8,50 m. Breite,6,50 111 . Länge, 55 Qm. Oberfläche; das

Tempel G.

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vierte (Posticum) 9 111 . Länge, 17 m.Breite, 153 Qm. Oberfläche. — »Durchdie Regelmässigkeit in den llaupteinthci-lungen dieses Tempels, durch die schönenVerhältnisse seiner verschiedenen Par-tien, Verhältnisse, die seine wirklicheGrösse noch erhöhen, ist dieser Bau dasvollendetste religiöse Monument, das voll-kommenste unter allen des griechischenund römischen Altcrtlmms, dessen Restewir kennen; er verdankt seine bewun-dernswürdige .Disposition der frühenEpoche, in weicherer gebaut wurde, undentspricht am vollständigsten der dop-pelten Bestimmung der älteren Tempel,deren Inneres für den Kultus, reservirtwar, während die äusseren Hallen alsVer-sammlungsst^tte dienten.« (Hittorf.) —Er ist der »Parthenon von Selinunt«(Benndorf), hat mit diesem dieselbe Zahlvon Säulen auf den Schmal - und Lang-