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0. Solinmit (Tompol (1).
seiten, dieselbe doppelte Siuilenstellung 1im Innern, eine ähnliche Kapelle für dasKultusbild, Treppen und zwei Thiirmeim Hintergrund der Cella, quer durchlau-fende Schranken in der Mitte derselben.Leider sind seine Trümmer wild durchein-ander geworfen, verworrener und schwe-rer erkennbar als die übrigen. Die Säu-len fielen nach allen Richtungen und bil-den nun mit den riesigen Massen desGebälks den — »sublimst möglichen«Kuinenlmufen. Er ist ein Octastylos Pscu-dodipteros hatte je 8 Säulen an denSchmalseiten (was ihn von allen anderenTempeln in Sclinus unterscheidet) und je17 an den Langseiten, im ganzen also 46.An der Front war eine doppelte Porticus,d. h. in der gleichen Linie mit der drittenSäule der Langseiten erhoben sich hinterden vier mittleren Säulen der'Vorderseitevier Zwischensäulen und hinter den zweiEcksehäften derselben abermals je eineSäule. Hinter diesen erst folgten die An-ten der Cella. Die Aussenreihe der Säu-len steht überall um zwei Zwischcn-säulcm-äume von der Cellawand ab, derTempel ist somit pscudodipteral.
Man sieht noch Stücke des kolossalenGesimses, Schäfte von kleinen Säulen in-mitten der Bruchstücke des Kranzgesimsesder Cellamauer; die unteren Theile der Säu-lenschäfte der Ilauptfront sind noch am Ort,und neben der rechten Ante des Pronaosragt noch eine Säule fast 20 m. hoch auf,es fehlt ihr nur das Kapital. Die Schäfteder linken Säulenreihe liegen fast alle nochzur Seite der Stelle, die sie früher einnah-men, und die angrenzende Mauer der Cellabedeckt die Flügolhalle mit ihren Trüm-mern. Die rechte Säulenreihe liegt unterder rechten Cellawand, die in das Inneredes Gebäudes stürzte. — Der Unterbau,1,08 m. hoch, hatte drei Sockelst.ufen (von0 , 4 s—0,7-2 m. Höhe), zu hoch, um als Treppezu dienen; die oberste tritt 0,595 m. vorden Säulen vor. Die Stylobatbreite (50,59 m.)zur Stylobatlänge (100,88 m.) verhält sichwie l:2,u. — Die Säulen des Umgangssind von ausserordentlicher Mächtigkeit, ha-ben keine Schwellung, aber eine sehr starkeVerjüngung (mehr als V* Durchmesser), ihreHöhe betrug f> 2 /? Durchmesser; sie sind aussehr grossen Blöcken zusammengesetzt,jener vollständige Schaft zeigt deren sechs;vier unvollständige Schäfte stehen an derNordsoite. Nur zwei Schäfte, die beidenEcksäulen der Ostfront, sind kannelirt (mit20 Kinnen), sowie die vierte Säule derRückseite, ein Beweis, dass der Tempelbei dei* Zerstörung Selimmts durch die Kar-
thager, 400 v. Chr., noch nicht vollendetwar. Die unfertigen Schäfte zeigen dasVerfahren bei der Kannelirung: man ver-setzte die Säulenrumpfe als glatte Cylinder;an dieser war jedoch oben und unten einkleines Stück als Lehre kannelirt; so siehtman an einigen Säulen der Rückseite (dieweniger verjüngt sind) den cylindrisciienSchaft in ein Polygon von 20 Facetten ver-wandelt; die Kapitale sind noch schwer,doch bei den Säulen der Rückseite vonkräftiger Eleganz" am Arehitrav zeigt dieTänie (das Band) noch den starken Vor-sprung der primitiven Epoche, dagegen be-kunden die Verhältnisse der Triglyphenund der Metopen sowie das Profil der Ge-simse die volle Harmonie der vollendetenhellenischen Kunst. Die Ueberreste vonSäulen viel geringem Durchmessers im In-nern sowie von vier Kapitälen, durchausserordentliche Vorragung des Eehinusund eine Höhlung unter den Ringen vonden Aussensäulen unterschieden, beweisen,dass der Tempel hyp'dthral war, d. li. immittlern Raum der Cella, den zwei bedeu-tend kleinere Säulenstellungen von je zehnSäulen in drei fast gleich breite Schiffe (dasmittlere etwas breiter) theilten, unbedecktwar. Die Kapitale stammen von der unternSäulenreihe, die Schäfte von der obern-Vor der 3. Abtheilung hören die Säulenauf und werden von zwei vorspringendenAnten, die den Raum für die Götterstatuobegrenzten, abgelöst. Der Schlussraum desTempels hatte an der Front nur zwei Säu-len zwischen Anten. Die Breite der Cellamit ihren Mauern entspricht der Breite derdrei Zwischensäulenräume der Mitte derFronten, sie ist gleich der Breite der zweiäussersten Interkolumnien; sic verhält sichzur Cellalänge (18,104 : 69,77 m.) wie 1 : 3,es.-- Eine Treppe führte zu den fünf Zwi-schensäulenräumen der Ilauptfront, wiedie abgeschlagenen Leisten der Kannelürenan denjenigen Säulen bezeugen, wo ammeisten Leute durclipassirten.
Nach llittorfs Berechnung kam die Aus-gabe für den Ban und die Dekoration die-ses Tempels auf 6 Mill. Fr. zu stehen: fürdie Arbeiten der Malerei und Skulptur
700,000 Fr.; für die Statue und ihren Zube-hör 2,200,000 Fr.; für den gesammten Tem-pel 91/2 MUl. Fr.
Masse in Metern:
Unterer Durchmesser der Säule . . 3,411Alter oberer - .... 1,914
Neuer - - - - . . 2,404
Höhe der Säule. 16,200
Breite des mittlern und der zwei an-grenzenden Zwischensäu-lenräume .3,280
der zwei vorletzten Zwischen-säulenräume .3,221
- Eckzwischensäulenräume • 2,882
Höhe des Cebälks.6,842
- Arehitravs.2,892
- Frieses.2,382
der Corniclie. 1,018
* des Unterbaues.1,680