369
!l. Termini.
370
tagl. in 1 St. 25 Min.; für T. 2 Fr. 60 (J.,II. 1 Fr. 85 O., III. 1 Fr. 30 C. Man ge-langt also in ca. lUVa St. von Palermo nachGirgonti.
Man versöhn stell mit Proviant!
Von Palermo bis (16 Kil.) Stat.S. Maria (S. 281). — Nach (18 Kil.) Stat.Casteldaccia, herrliche Schau auf denMeerbusen und die weithin ziehendenGebirge, durch mehrere Tunnel nach(21 Kil.) Stat. ALtavilla (Milieia); derOrt (2380 Einw.), weithin gestreckt r.auf dein Hügelrand, ist erst im 17. Jahrh.entstanden', seine Hauptkirolie ist derX. Maria, di Laureto geweiht, zu derenFeier am 8. Sept. hier ein grosses (auchvon Palermo stark besuchtes) Volksfestmit Illumination und Feuerwerk statt-limlet. Das Territorium ist überaus reichan Getreide, Wein, Oel und letten Weiden.
An und über der Ilauptstrasse trifft manSchichten von rostfarbigem .Kalktuff, kalki-gem Thon und Sand, in denen man zahl-reiche fossile Kouohilien findet, die sonstim Sicilischon Meer nicht Vorkommen. Amrechten Ufer des nahen Flusses S. Michele(oder Oampo grosso) stehen auf einer Olivon-liöho die Ruinen einer altnormannischon,noch von Robert Guiscard 1.077 gegründetenKirche, La Chiesazza, einschiffig im lateini-schen Kreuz mit drei Apsidon.
Am Meer folgen einige Tonnarcn(Tlumtisehfänge [S. 36]), die bedeutend-sten bei X. Nicola tV Arena und bei Tra-bi«,. Auf kleinen Landzungen steheneinsame Warttliürmc, einst zum Schutzgegen die Saraeenen. 11. an den Hängenwuchert der Sumaeh; an den malerischgeformten gelben Kalkfelsen Zwergpal-men, Opuntien, Wolfsmilch. Der Zugfährt auf einem Damm. Kurz vor Trabia,ganz nahe am Meer, ein grosser runderKastell thurm.
(31 Kil.) Stat. Trabia. Der grosseOrt (4618Eimv.), mit modernisirtem Ka-ronialkastell aus dem 16. Jahrh., ziehtsieh die Höhe hinan, am Fuss eineshohen, mit Opuntien, Hyacintlien undWolfsmilch bekleideten Hanges. Häufigwird die Küste durch Vorberge verdeckt,kleine Tunnel durchsetzen den gelbenKalkstein. Die Umgegend ist reich anKorn, Wein, Oliven und Sumaeh (som-maeo).
Der Sumaeh um Termini gilt als oiuorder vorzüglichsten; die Blätter, die getrock-
net und fein gepulvert eine treft'liclio Lohezum Safliangorben liefern, werden im Juliund August gesammelt (im September folgteine schlechtere Nachlese). Man sieht diegrünen Sträucher mit ihren gefiederten Blät-tern, filzbedeckton Zweigen und in rothen• lilzigon Rispen zusammengedrängten Beerenoft bis zu den Grenzen der Balmstrasseziehend.
Nun durch einen Tunnel und überden Fluss S. Lionardo.
Dieser Fluss, im Winter ein wilder Strom,entspringt 17 St. landeinwärts, nahe der StadtPrizzi, heisst dort Maragano (nach dem Ka-stell über ihm), dann am Fuss dos MonteS. Cateriua Fiume 8. Giuseppe, unterhalbCaccaino 8. Lionardo, bei seiner Mündungin das Meer Fiume di Termini.
(37 Kil.) Termini (Locanda Mi-ner ca } Locanda T'enicc; Trattoria dclla,Fenicc), lebhafte Landstadt (19,739Einw.) am Monte S. Calogero, von einemFclsplateau in herrlichster Lage bis zumMeer hinabziehend und dort mit einemlliesenbekleideten Spaziergang längs desStrandes endigend, von Kaiser Friedrich 11.deshalb nicht mit Unrecht »LaSplendidis-sima« genannt. Die flachen Dächer dergelben Häuser , dazwischen hier und daeine Dattelpalme, geben der Stadt etwasOrientalisches; doch hat nur die Ober-stadt einige breite Strassen, liier und damit einem stattlichen Palazzo; die Unter-stadt ist weit unansehnlicher.
Das Kastell wurde 1860 geschleift undan seiner Stelle ein Garten angelegt. Denllauptplatz schmückt, die Jlauptkirclie , 8.Maria dclla Consola-zione, im Renaissancestil(mit unvollendeter Fahnde), 1524 erbaut, ge-räumig , dreischiflig mit graumarmornonionischen Säulen, im rechten Querschiif einKruclfix von Pietro linztdone von Palermo,1.484 (r. Magdalena, die Evangelisten, Pelikan,Schlange; 1. der Aufcrstandene, die Evan-gelistensymbole). Aussen an der Mauer einalti'ömischos Oornicliefragment. Von hieroben Prachtbliek auf die schöne Carnpagna,eine Reihe von Feldern und Baumgärten,die sich bis zum Monte 8. Calogero ausdoh-non, und bis zur fernen Ostküste des Golfs,wo Cefalii sich erhebt. — An diesem Platzsteht auch die alte Kirche 8. Caterma (miteinem Spitzbogenportal aus dem 13. Jahrh.,im Innern mit Wandfreskeu [Leben S. Ca-terina’sj aus dem Ende des 15. Jahrh.) unddas liathhaus, mit einem von La Jlarbera ansTermini 1610 mit Fresken vaterländischenInhalts geschmückten Saal. — In S. Mariadella JSIisericordia, 1. Altar 1.: ein Triptychonvon 1454, mit zwei späteren Seiteubildern(Mitte: Madonna: Seiten: S. Michael und derTäufer; in den Seitenpilastern in zwei Ab-
1