Band 
Zweiter Band: Sicilien.
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fl. Termini — Corda — Monteinaggioro.

tlioilvmgen zwölf männliche und weiblicheHeilige, in der Predella sechs Apostel, Halb*figuron). — In S. Maria di Gesii: die Portadella Sepoltura, mit sein* schönen Marmor-reliefs von 1484 und einer Marmorgruppe derPieta von 1480. — Tn der Annunziata, 2. Capp.1.': Marmorwerk der Geburt Christi, aus dem15. Jalirh.

Pio Einwohner beschäftigen sich beson-ders mit Thunfischfang, Sardollenfang, An-bau von Korn, Wein, Oel, Suniach, Reis. —Ostwärts im untern Stadtgebiet liegen dienoch jetzt im Sommer stark frequentirtenBäder, die dem Ort den Namen gaben undim Alterthum als Thermae llimerenses schonltolien Huf hatten, denu sie gehörten zu Hi-mera’s Gebiet, und die ältesten Münzen zei-gen schon den llalm des Heilgottes, spätereden vom Wasserstrahl bespritzten Satyr oderden Kopf des Herakles, für den die Quellensprudelten. Schon Pindar {Ode Olymp. Nil)schliosst den Gesang auf den llimeräer Er-gotolos also: »Aber jetzt bekränzt in Olym-pia, zweimal in l’ytho, auch am Isthmos,Ergoteles, Hebst zu Ruhm du hoch der Nym-phen warmen Quell, wandelnd auf der eige-nen Flur«. — Das Badehaus ist ein zwei-geschossiger Ba'ckstoinbau, die Bäder sindgut eingerichtet; das Wasser, stark benutztgegen Rheumatismus, Hautkrankheiten undNervenleiden, enthält reiche Mengen an koh-lensaurem Kalk, schwefelsaurem Kalk, Chlor-magnesium und Kochsalz und freies Schwo-felwasserstoffgas; die Temperatur beträgt-|-87 0 . Die Quellen fliesson am Fnss einersteilon Anhöhe hervor (15 Kil. vom PlussHimera) und wurden nach langer Vernach-lässigung erst 1818 mit zweckmässigen, be-quemen Gebäuden und Badeeinrichtungenverseilen. 1 / a St. vom Bad fiiesst eine Quellemit schwefelsaurer Magnesia, von den Ara-bern Bujuto genannt. — Die Stadt Thermacwurde von den Karthagern (Olymp. 93, 2)407 v. Ohr. statt des von ihnen zerstörtenHimera gegründet und mit den Resten deralten Einwohner llimera’s und Afrikanern(Diodor XIII , 59 f., 79) bevölkert. Die Kö-rner Hessen ihr die Verfassung und Gesetze,bevorzugten sie (Cic. Verr. 11, 35 erzählt,dass Scipio ihr die herrlichen bronzenenStatuen der Himera, des Dichters Stosicho-ros, oiner Ziege n. a. zurückorslattet habe),und Augustus erhob sie zur Kolonie. NachDiodor (XIX, 2) war sie die Vaterstadt desTyrannen Agatlmkles. Audi in mittelalter-licher Zeit blühte die Stadt.

Von Alterihümern sind noch vorhan-den: ln der Villa (Stadtanlagen) oberhalbder Stadt auf dem Piano di 8. Giovanni (mitköstlicher Aussicht) die Grundlage einesAmphitheaters, dessen elliptische Linien nochdie kleinen Häuser bezeichnen (grössererDurchmesser 8t) m., kleinerer 53 ni.); wenigeSchritte davon Reste einer römischen Curia.— Auf dem Hügel, wo S. Lucia steht, Restevon Mosaikfusshöden, Bädern angehörend.Auch vom Aquädukt, welcher die Aqua Cor-nelia in die Stadt brachte, stehen noch ge-waltige, prächtige Trümmer; das Wasser

kommt jetzt etwas tiefer im S. des Orts, im»Brucato«, zum Vorschein; die Länge desAquädukts betrug 4 Miglien, und jetzt stehennoch ein grosses Stück bei der Quelle, Bogen-reste (einer mit einer Oeffnung von ö m.,8 m. Höhe, Mauerdicke 2 in.), auch dasWasserkastell. — Fenier: Hämische Gräbervor den Porte di Palermo und di Girgenti;Reste antiker Bauten in der Pianura Gian-caniglia und vor Porta di Caccamo. •— Samm-lungen von Altertliümern im Liceo (hier auchVasen aus Thermac), bei Sindaco Janelli undAntiquar Giuseppe di (,’iorgi.

Von Termini führt eine gute Strassenach (ca. 105 Kil.) Leonforte (S. 448} überGerda (s. unten), Sclafani, Caltavuturo, Po-lizzi, Petralia, Gangi (Enguium) und Nico-sia (s. R. 13).

7 Kil. von Termini südwestl., jenseitPorta Girgenti und dem Corneliselieu Aquä-dukt, liegt das Bergstädtchen Caccamo (7203Einw.), am Westablning de-s Monte Eunice,mit altem normannischen Kastell und herr-lichster Aussicht auf Monte S. Calogero,Monte Catalfano und das Meer. Es hiess beiden Saracenen Kurches , in alter Zeit Kak-kabe, d. h. sicilisches Karthago, und wurdevon Hamilkar 400 v. Ohr. erbaut. Die Um-gegend ist reich an Fruclitbäumen, Weinund Getreide; auch findet man liier schönenAcjiat, Jaspis, Porphyr, Beryll. Caccamo istder Ausgangspunkt für die Besteigung desjähen Monte 8. Calogero (1325 m.) mit be-rühmtem *Panora.uia.

Eisenbahn. Jenseit Termini führtdie Balm noch eine Strecke weit dem Meerentlang und biegt dann, nochmals einenherrlichen Rückblick auf den Busen vonPalermo und den Monte Pellegrino bie-tend, südwärts um den Monte S. Calogero,dem rechten Ufer des Fiume Torto ent-lang, nach

(45 lvil.) Stat. Cenla. Bas Städtchen(4313 Einw.) 1. in der Thalhöhe ist vonziemlich neuer Gründung, mit dem Titeleines Marc.hesato; lebhafter Handel mitWein und Oel. (Von Stat. Gerda Postüber Cefalk nach Messina, R. 14.) —Durch reiches Reblaiul nach (51 Kil.)Stat. Sciara. Zweimal über den Eluss,durch prächtiges, überaus malerischesBergland nach

(61 Kil.) Stat. Monteinaggiore. DerOrt (7004 Einw), am westlichen ITügel-hang, die ganze Umgegend beherrschend,litt unter dem schlechten Baugrund (be-sonders 1851, wo der Baronialpalast unddas hübsche Theater einstiirzten) 5 die