Band 
Zweiter Band: Sicilien.
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9. Von Palermo über Termini nach (rirgenti.

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Felder sind überaus fruchtbar an Ge-treide, Gemüse, Weiden. — Wieder, ausrechte Ufer. (70 lvil.) Stat. lioecapalumba(von hier Post nach 8. Caterina [Caltani-setta], Stat. der Bahn nach Catania).

L. oben (734 m.) Alia (4562 Einw.), einluftiges Städtchen in sehr pittoresker Höhe,mit köstlicher, gesunder Luft und dem frucht-barsten Hoden der Provinz Palermo.

(77 Kil.) Stat. Cerciira. Die Stadt(9154 Eimv.), r. oben, entstand erstMitte des 18. Jahrh. und hiess früher alsEeudum der Freddi Alcara dei Freddi;in den nahen Bergen häuft sieh im Win-ter viel Schnee an, und der hochgelegene(660 m.) Ort leidet dann an heftigerKälte und Winden. Den Verdienst brin-gen die vielen Schwefelminen umher, dienördlichsten der Insel, an den Hügellüin-gen rings um die Stadt liegend, durchdie rothe und gelbe Färbung um ihreMündung leicht kenntlich. Die Bevölke-rung geniesst eines verdächtigen Hufs.— Nun durch einen Tunnel und dem lin-ken Ufer des Platani entlang. R. Praeht-blick auf das bergige Binnenland; im S.steigt der hohe, doppeltgezackte (gemellicolles) Monte Cammarnta (1576 m.) aufund gegen O. hin eine lange Höhenreihe,unter denen besonders die vereinzeltenKegel von Mussomeli und Sutcra vor-stehen; im NO. blickt die lange Reiheder madonischen Schneegipfel durch . dieschwarzen kleiuereiiHöhensindmeistmitStädten bekrönt. Durch die bewaldeteEbene unter (85 Kil.) Castronuovo, derenBerghohe die Ruinen des alten Baronial-kastells krönen ; dann über den Platani.

(89 Kil.) Stat. Cammarnta. DasStädtchen (5055 Einw.) auf einem Kalk-felsen; in der modern stukkirten KircheS. Nicola an der rechten Seite eine sehralte Kapelle, der Madonna dei miracoligeweiht.

(97 Kil.) Stat. SpilUl, vorläufigerEndpunkt der Eisenbahn.

Post (S. 367) Ton Spina in 3Vs St. (für6 Fr.) nach Stat. Passofonduto (S. 376).

Man beeile sich, seinen auf demBillet vorgemerkten Platz einzunehmen!

Nun mit dem Postomnibus in langenWindungen nach Casteltermilli hinan.

Die Stadt (8198 Eimv.) hat zwei Loean-den, welche reinliche Betten für die Post-reisenden bereit halten. Der Kondukteursorgt für die Begleitung dahin. Ausser-halb der hochgelegenen Stadt Pracht-blicke gegen 0. und S. Man ist hier ganzvon Bergen umringt; der Ort selbst liegtam Geliänge des Pecoraio. In der schö-nen llaupihirche (von 1853) zwei Bildervon Volasquez von Palermo. In 8. Giu-seppe Altarbild von Andrea Carreca vonTrapani (Madonna im Purgatorium). Dieumliegenden Schwefelgruben geben demOrt Leben.

Ocstl. gegenüber liegt Kut-cra (385)7 Einw.),das sich um den hohen Kegel des di

Sutern (815) m.) lagert, mit der hochgefeier-ten Kapelle S. Paolino auf der Höhe undeinem ehemals für die stärkste Festung ge-haltenen Kastell.

Die Strasse führt nun in weiten Zügenden Berg hinab, fortwährend in Gebirgs-land bis zum Bahnhof von Passofoii»(lllto (weder Restauration noch Cafe !).

Eisenbahn von Passofondnto in l 1 /« St.nach (23 Kil.) Girgenti für I. 2 Fr. üö C.,H. 1 Fr. 85 C., HL. 1 Fr. 30 C.

Die ersteStrecke derBalmziehtdurcheinförmige, rauhe Gegend. — (7 Kil.) Stat.Comitini. Der Ort, der dem Fürsten Gra-vina den Titel gab, ist bekannt durchseinen Reichthum an Schwefelgruben; (Zolfatarc) ringsumher; nur zwei (Jan-nazzi und Mintina) sind wasserfrei; elfliegen in der Contrada Mintina, drei inder Contrada Mandrazzi, zwölf anderein der Nähe, von denen dieCrocilla-Grabeund die Felicia den besten Schwefel lie-fern. Am Monte Castellaccio , der an dieGemeinde stösst, entspringen Schwefel-quellen. Der eigentliche Schwefelkönigdieser Gegenden ist Don lynazioGcuuardi,der bei Girgenti, Mitte Wegs zwischender Stadt und den Tempeln, eine schöneVilla erbaut hat (sein Fattore in Comi-tini ist sehr gefällig für die Besucher derMinen).

"YVestl. gegenüber liegt Aragona (11,424Einw.), ein schlecht gebautes Städtchen, aufdem Joch eines nach O. gewandten Hügels;wo der Boden sich sanft neigt, steht dergrosse Baronhdpalast der Familie Naselli,ein eleganter Renaissancebau; vom KastelldiQ köstlichste Aussicht.