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10 . (Tirgeuti,
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Diesseit Caldare Praclitblick r. überalle Jlügelgelände bin bis ans Meer; r.in der Ferne Girgenti. (14Kil.) Stat. Cal-äave. Dann, auf lang gestrecktem Hügelweit ausgedehnt, die obersten Häuser von ! l
(23 Kil.) Girgeilti (s. unten), vordessen östlicher Hügelbasis die Bahnhinzieht.
Wagen von der Station zur Stadt (20 Min.):Fr. der Sitz.
10. Girgenti.
Vgl. den beifolgenden Plan.
Gasthöfe und Restaurants: * Alber <jo dlItoTiiu e Venezia (Pietro Scagüone), Via Ate-uea; Z. 1 Va — 21V., lucht 25 C., T. d’h. m. W.iP/a Fr. Das Pe>tuurant im schönen geräu-migen Saal des zweiten Geschosses ist gutund billig, der Wein vortrefflich. Der Gast-hof ist erneuert und jetzt der relativ besteund reinlichste in Girgenti, mit sehr auf--merksamer Bedienung (Abonnement der'fable d’liöte 2 Fr. 75 (J.: monatlich fürFrühstück und Diner 75 Fr.). — AlbergoCellia (Ignazio Milazzo), Via Atenea 2;Z. 2 — 3 Fr., Bed. 75 G., B. 75 C. UebevBedienung und Peinlichkeit wird gegen-wärtig sehr geklagt. Das IteUaurant imersten Stock wird von Antonio di Falco ge-leitet. — Kleinere Gasthöfe: * Albergo Cen-trale (gegenüber Cellia), Via Atenea; Z.D/j Fr., Bed. ^ Fr., L. 25C.; recht ordent-lich. — Einige Häuser südwärts: AlbergoEmpedocle, Via Atenea; etwas tlieurer.
Die Cafes sind durchweg unansehnlichund klein.— Bier: Piano Giuseppe Ö (LuigiJiardazzi), hält einheimische und fremdeliiere. — Pizzicheria (Würste): Deungelis, ViaAtenea 07.
Photographien der Aiierihümer: Ales-sandro Politi, Strada Carnevale 17. — Mo-delle der Tempel: Aletto, Piano dolBarone8.
Führer zu den Altertliiimern: MichelePancucci (pro Tag 5.Fr.); für den Vorbe-reiteten überflüssig.
Deutscher Vicekonsul: Leopold Dielzscft.Post: Mitte der Via Atenea.
Postwagen: Nach Oaltanisetta, nach 7A-cata und nach Spina. Bahn nach Palermo:Via Atenea 60. — Für Caltanisetta (16 Fr.50 C.) wird gegenwärtig die Eisenbahnnicht mehr benutzt, sondern die Abfahrtfindet (Morgens 5 Uhr) von der Post in Gir-genti statt. — Die Post nach JAcata (16 Fr.:>U C.) benutzt denselben Wagen bis Cani-catti. — Bei jeder Station (die jedoch sehrlang sind) sind 25 C. an den Postillon zuentrichten. Von Girgenti bis Canicatti wirddie Post wegen der immer noch unsichernUmgebung eskortirt; leider sind die Post-wagen elende Omnibus und so niedrig,dass die modernen Hüte Gefahr laufen; dieKondukteure sind jedoch durchweg gefälligund anständig. Für Damen ist die l’ost-reise stets noch ein Unternehmen. (EinePeriodiea, Landomnibus, fährt wöchentlicheinigemal über Favara nach Canicatti.) —Vagen zur Bahn nach Palermo s. Eisenbahn.
Dampfboot: Nach Sprüht*, S. 680; nachSciacca, S. 557. (Nach Sciaeca gibt es vonGirgenti aus noch keine fahrbare Sti*asse;man ist daher genöthigt, das Dampfbootzu nehmen oder zu reiten.)
Eisenbahn: Tägl. 2mal, in l‘A 8t. bis(23 Kil.) Passofouduto (1. 2,6o, II. 1,85, III.1,30 Fr.), von wo ^PostwUgen in 4 »St. nachSpina, Endstation der Bahn nach Palermo,fahren. Man hat jedoch das Billet für denPostwagen in Girgenti (Via Atenea 60;6 Fr. 20 C.) zu lösen, wenn man seinesPlatzes sicher sein will. — Zur Datenstation(10 Kil.) l 3 orto Empedocle gleichfalls 2 Zügetägl. (I. 1 Fr. 15 C., IT. 80 C., III. 60 C\);doch fahren sehr oft Wägen (Platz 1 Fr.)von Girgenti nach Porto Empedocle. Die Be-nutzung der Wägen ist wegen der Entfer-nung des Bahnhofs von der Stadt vortheilhaf-ter. — Ein Omnibus fährt vom Posthaus (Va Fr.)3 /* 8t. vor Abgang der Züge zur Station.
Zur Geschichte.
Akragas, erst im Jahr 581 v. Clir. er-baut, ist die letzte Stadt von höherer Be-deutung, welche die Griechen in Sicilienerrichteten. Sie wurde von Gela (Terra-nova) aus unter den Geloern Aristonoosund Pystilos am Fluss Akragas gegründetund erhielt deshalb dorische Gesetze undEinrichtungen. Wie Selinus sogleich alsGressstadt angelegt, in der Mitte zwischenSelinus und Gela, 20 St. von jenem, 15 vondiesem; es sollte jener fernsten Griechen-stadt an der Südküste der Insel, welchezwischen den Klymern (halbsemltischen Ur-sprungs), Eingebornen und Phönikern, denziemlich nahen Karthagern eine schwierigeStellung hatte, durch diese Kolonie eineschützende Macht nahe gerückt werden;.zudem wurde der üppige Boden für denHandel als reiche Quelle benutzt. Nachder Sitte jener Zeit, welche zum Schutzgegen feindliche Angriffe die Hochebenenfür die StädtegrÜndung wählte, kam dieStadt auf das feste Felsenplateau zu stehen,das eine Strecke weit von dem hier ohne-hin keinen guten Hafen bietenden Meer ab-lag. Schon zehn Jahre nach der Gründungvermochte sich über die aristokratisch re-gierte gemischte Bevölkerung ein Tyrannaufzuschwingen.
Polyiin V, 1 erzählt J »Phdlaris war öffent-licher Baupäclitei’, als seine Mitbürger einen