Band 
Erster Theil.
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Vaterland wies ihm ein anderes Ziel an. Anderer-seits muß er die Schweizer , die alles interessirt,was ihr Land betrifft, daran erinnern, daß er Geschichte,und nicht Memoiren, und nicht die Geschichte jedes ein-zelnen Kantons, sondern der Eidgenossenschaft schreibt.

Wie hoch man auch in unsern Tagen das Verdienstdes Geschichtschreibers anschlägt, dessen Persönlichkeitsich verleugnet, so glaubt der Verfasser dieses Buches nichtan die volle Wirklichkeit dieses Verdienstes. Schon dieAuswahl und Anordnung der Thatsachen verrath eine be-stimmte Geistesrichtung. Uebrigens wird der Geschicht-schreiber, sollte er auch wörtlich eine Chronik abschreiben,nicht verhindern können, daß man nicht, während er ab-schreibt, seine Miene sich in Falten ziehen oder durch einLächeln sich erheitern sehe. Er soll vermeiden, sich zwi-schen die Ereignisse und den Zuschauer zu stellen, aberman gestatte ihm auch, ohne Entstellung der Thatsachen,seine Gesinnung daran zu knüpfen. Wenn es Leser, giebt,die mit schnellem historischen Blicke begabt sind, so wür-den andere ohne Andeutung nicht alles sehen, was der-jenige gesehen hat, der lange Zahre darauf verwendete,das Wesentliche aus den Thatsachen auszuziehen, währender nicht den zwanzigsten Theil von denen, die er gesam-melt und von allen Seiten betrachtet hat, veröffentlicht.Die Annalen eines Volkes schreiben, heißt nicht, sich zueinem todten Medium machen, durch welches hindurch dieGegenstände gesehen oder überliefert werben. Die Geschichteist die Auferweckung der Zeiten mit ihren Bewegungen,ihrem Geräusch. Soll das Gemälde nicht ganz starr,wie ein Bild daS aus dem Daguerrotyp hervorgeht, sein,so muß man spüren, daß es durch eine Seele hindurch-gegangen ist. Als die Männer, die unter dem Staubedes vorigen Jahrhunderts schliefen, beim Rufe des