Band 
Erster Theil.
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183
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Die Empörung ist unstreitig strafwürdig; Davel warein Empörer, und sein Tod ist die Folge seines Ver-brechens; aber sein Wandel war rein, keusch, mäßigund enthaltsam, unter den Fahnen des Auslandes wieim Kreise seiner Landsleute; die Frömmigkeit warsein höchstes Streben, und im öffentlichen Gotteshausewie in der Einsamkeit unterhielt er durch Gebet undBetrachtung des göttlichen Gesetzes einen innigen Um-gang mit Gott ; seine Redlichkeit und Biederkeit wa-ren unwandelbar; in seiner zärtlichen und aufopfern-den Nächstenliebe half und spendete er überall, besuchteWittwen und Waisen, war des Blinden Auge und desLahmen Fuß. Ein Vater der Armen, von seinemLandesherrn geachtet, von Seinesgleichen geliebt, vonseinen Untergebenen geehrt, von seinen Mitbürgern wievon Fremden hochgeschätzt, noch in seiner letzten Verir-rung von seinem Gewissen freigesprochen — so lehrtuns Davel, daß man rein leben muß wie er, um ruhigsterben zu können wie er.^")

Herr von Saussure beschloß seine Anrede mit einemGebete; dann erhob sich Davel, der dasselbe kniend an-gehört hatte, und sagte zu ihm: „Ähre Fürbitten sindschon erhört, denn Gott giebt mir Zeugniß davon durchdas Gefühl seiner Gnade und beglückt mich mit demvollen Vertrauen auf seine mir so nöthige Güte"^").

343) Sein Wandel ist immer tadellos gewesen, von Jugend auf hatteer sich immer zu mäßigen gewußt; er hieng durchaus nicht vondem ab, was die Menschen am meisten schätzen. Er hatteimmer viel Bescheidenheit, Gerechtigkeit und Wohlthätigkeit ge-zeigt. Er bemühte sich, Prozesse zu schlichten. Er war sehrfreigebig gegen die Armen und sehr uneigennützig, was beweist,daß er nicht aus Geiz ein so mäßiges Leben führte. LeUrsecrits 3s 1-aussvns, 27. April.

344) Ibiä.