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den, eine aufrichtige Frömmigkeit und die Unbestechlich-keit bei mittelmäßigen Vermögensumständen ehrwürdig.Johannes Tobler , aus einer Familie, die sich oft in derIndustrie, in den Wissenschaften und im Kriegsdiensteausgezeichnet hatte, lange Zeit Landeshauptmann, unter-stützte durch seine Erfahrung den alten LandammannZellmeger, dessen Stellvertreter er war^). Der Neid,welchen der Wohlstand der Familie Zellweger den Wettereinflößte, vermehrte die politische Eifersucht.
Von den beiden Parteien nannte sich diejenige derWetter oder hinter der Sitter, nach der muthmaßlichenZahl, die „große Partei", die andere die „kleine"; in derWirklichkeit aber scheint das numerische Verhältniß langeZeit umgekehrt gewesen zu sein, aber in den Volksver-sammlungen, ja sogar anderswo, gilt ein Mann, ver-laut schreit, so viel als zwei; die Namen „Harte" und„Linde" bezeichneten die verschiedenen Gesinnungen derersten und der zweiten^). Der Streit hatte das Landbeinahe geographisch getheilt; doch machten mehrere Ge-meinden eine Ausnahme^'); in den meisten fand sich nocheinige Getheiltheit; die Trennung gieng sogar bis in das
22) Leu, XVIII. 192, Igz.
23) Diese Benennungen wiederholen sich mehrere Male in den Strei-tigkeiten des achtzehnten Jahrhunderts, aber sie bezeichnen keines-wegs ähnliche Verhältnisse; noch viel weniger entsprechen sie, wieoberflächliche Publizisten etwa meinen, den Parteien in der Politikunserer Tage.
24) Die große Partei zählte für sich alle Gemeinden hinter der Sit-ter, nämlich Herisa», Hundweil, Urnäschen, Waldstatt , Schwell-brunn und Schönengrund, und drei Gemeinden vor der Sitter,nämlich Teufen, Bühler und Wald; Gais war ziemlich gleichgetheilt. Die andere Partei bestand aus den übrigen Gemeindenvor der Sitter, nämlich Trogen, Speicher, Rehetobel, Grub ,Heiden, Wolfhalden, Lutzenberg, Walzenhausen und Rüthh.
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