Band 
Erster Theil.
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gaben sich die meisten (s/17, Februar) theils in Litieren,theils zu Pferde — in allem, mit denen ihrer Bedienten,zwei und vierzig Pferde — nach Herisau ^). Ein großerRath wurde auf den folgenden Tag befammelt; aber dievon der Partei der Linden entschuldigten sich bei deneidgenössischen Ehrengesandten, ihn nicht besuchen zu kön-nen. Der Läufer, welcher das Schreiben brachte, fandschon eine Anzahl Landvolks im Flecken gegenwärtig, dieihn hin und her stießen und ihm den schwarz und weißenMantel auszogen^).

Der Statthalter Johann Kaspar Efcher, Gesandterdes Vororts Zürich und Haupt der Deputation, empfahlim Sinne unvorgreiflicher bundesbrüderlicher Vermitte-lung als einzige Mittel eine allgemeine Amnestie und eineneue Abmehrung des Volkes in einer regelmäßigen, zurgewöhnlichen Zeit abgehaltenen Landsgemeinde. Die Mor-gensitzung war wenige Stunden aufgehoben, als ein Aus-schuß von zehn Gemeinden, welche vier bis fünftausendMann stark auf dem Marktplatze versammelt waren,eine Audienz verlangte. Die vierzig Abgeordneten einergährenden und in ihren Reden rohen Menge erklärten denEntschluß des Volkes, es werde von dem Schlüsse derLandsgemeinde von Teufen nicht weichen. „Die Lindensind Rebellen", schrien sie, „sie müssen sich unterwerfen.Man komme mit uns nach Trogen, um dort den Sachenein Ende zu machen, und gebe dem Lande die Versiche-rung, daß der Rorfchacher Friede dasselbe nichts angehe."Die dringendsten Vorstellungen vermochten nichts überdas Volk. Um dasselbe zu beruhigen, mußte ihm auf

47) Walser, III. 57. 58.

48) Walser, III. 57. Landammann Wetter, sein Sohn und zweiMagistratspersonen beherbergten die Gesandten.

49) Walser, III. 58, 5g; Eschers Lebensgeschichte, 163. Anmerkung.