Band 
Erster Theil.
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den in einer Reihe von Beschimpfungen und Rohheitenaller Art. Unter Schelten, Fluchen und Lästern wurdenThüren, Fenster und Geräthschaften zerschlagen, die Leuteaus den Betten herausgerissen, hin und her geschleppt,mißhandelt und ihnen gewaltthätig Geständnisse abgenö-thigt; es ward mit Messern gegen einander gestochenoder die Opfer wurden mit Ruthen geschlagen. Die Pfar-rer waren nicht einmal durch ihr Amt geschützt; mehrerewurden entsetzt, weil ihre Meinungen feindselig oder laugefunden wurden "). Die körperliche Kraft schirmte besserals das Recht und die Tugend. Zu Hundweil wolltenzwanzig Männer von der Partei der Harten einen Lin-den weit von seinem Hause wegführen. Dieser, sehrstark, ergriff einen Knüttel und sagte: „Weil es so ist,so müssen wenigstens euer sechs bis acht durch meineHand umkommen;" und verjagte allein die zwanzig An-greifer").

Als die Gesandten der Kantone bemerkten, wie wenigsich der heftigere Theil aus ihren Aufforderungen mache,und da sie ohnehin von den Linden eingeladen waren,mit eigenen Augen den Zustand des Landes und dasBenehmen der Parteien zu sehen"), so verfügten siesich von Frauenfeld nach dem in der Nähe von Tro-gen und Herisau gelegenen St. Gallen "). Von da be-

Appenzell Buch, 8. 61—72. Diese Sammlung enthält nachandere Berichte derselben Art.

43) Walser, III. 53. Nruäschen setzte in der Hitze seinen Pfarrerab; Hundweil weilte das Gleiche thun; Teufen und Gais drah-ten den ihrigen. Schreiben des Rathes von Trogen an die Orte,29. Januar.

44) Schreiben aus St. Galle» an einen guten Freund in Zürich ,3. Februar 1733. Handschriftliche Sammt. Zellweger.

45) Dasselbe Schreiben.

46) Bericht der bernischeu Gesandten, vom 10. Febr. 1733. BernerArchiv, Appenzell Buch, 8. 187 — 194.