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das Völkerrecht sei in ihren Personen bedroht, und fin-den besser, durch Nachgeben einer Beschimpfung zuvor-zukommen, welche die Stände genöthigt wären zu rächen.So hat die Klugheit gesprochen, vielleicht die Furcht;denn die Verachtung der Gefahr ist weniger selten aufeinem Schlachtfelde als vor einem gereizten Volke").Die Mehrheit beschließt also, zu erklären, da die Lands-gemeinde die höchste Gewalt des Landes sei, so werdedie Conferenz die vor der Sitter ermähnen, sich denTeufer Beschlüssen zu unterwerfen. Diese Erklärungbefriedigt das Volk, dem sie gewonnenes Spiel giebt, undruhig kehrt dasselbe nach Hause").
Da die Abgeordneten ihren Charakter auf diesemSchauplatz der Gewaltthätigkeiten gefährdet sahen, sobeschlossen sie, denselben folgenden Tages zu verlassen,sogar ohne ihren Bedienten etwas davon zu sagen").Sie versammelten sich Morgens früh wie zu einerSitzung, befahlen die Zubereitungen und verreisten.Der Rath in Herisau , überrascht von solcher Eile, batsie, seine Antwort abzuwarten; aber Efcher antwortete
versprechen. Zwei Stunden lang ward berathschlagt; fünfmalsetzte der Präsident Escher den durch von Wattenwyl mit Eiferunterstützte» Borschlag in Umfrage. Zusätze eines zürcherschenGesandten zu dem handschriftlichen Berichte des Doktor LaurenzZellweger .
52) Nach den Erklärungen des Landammann Marti und der Obrigkeitvon Herisau übte das zusammengerottet Volk keinen Zwang. DieGesandten faßten Furcht und machten ihre Erklärung; sie sahenihren Fehler erst ein, nachdem das Volk ruhig abgezogen war.Bonnac an den Siegelbewahrer, 2. März 1733.
23) Walser, III. 60—62; Eschers Lebensgeschichte, 162 — 185 ; Lau-renz Zellweger und die Zusätze des zürcherschen Gesandten; Pro-tokoll abgefaßt durch die beiden Gesandtschaftssekretäre der Kantone;Bericht der bernischen Gesandten an ihre Regierung über dieHerisauer Ereignisse; Berner Archiv, Appenzell . Buch, L. 486—485.54) Der zürchersche Gesandte.