Band 
Erster Theil.
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bewaffnet waren und den Harten zu Hülfe kamen. Diealten Räthe baten die neuen flehentlich, dieses der Ge-meinde nicht ungehörige Volk fortzuschicken; aber alseiner von ihnen, ein Sechsziger, höflich vorstellte, derStreit sei eine Gemeindssache, warf ihn ein junger Burschemit einem Stockschlage zu Boden ^). Ein Theil derLinden von Gais begab sich auf eine Wiese, wo sie dieHülfsmannschaft schon in Schlachtordnung aufgestellt fan-den. Weniger zahlreich, aber die stärksten Männer unterden ihrigen zählend, verschafften sich die Linden den Vor-theil des Angriffs; das erste Zusammentreffen war hart,sie zogen sich zurück; aber bald schlugen sie, verstärktdurch die Hauptmasse ihrer Partei, diejenigen zurück,welche sie Fremde nannten, und hieben rasch dareinwie auf Steine^). An der Spitze der neu Angekom-menen marschirte, ebenfalls mit einem groben Prü-gel bewaffnet, der Pfarrer von Bühler, Bartholo-mäus Zuberbühler, ein starker, barscher und kriegerischerMann, mit rothen Haaren, einer starken und rauhenStimme, früher Feldprediger bei einem Schweizerregi-mente in französischen Diensten, geeignet eine Horde vonParteigängern, aber nicht eine Kirche zu führen. Alser die Seinigen zurückgetrieben sah, sprang er zwischendie beiden Schaaren und rief: „Halt, Brüder, Christen!was wollet ihr thun? Blut vergießen — Schuld auf euchladen? Laßt mich, einen Diener des Evangeliums desFriedens, einen Knecht des sanftmüthigen Erlösers,der für uns gestorben ist, und uns Liebe und Sanft-muth als die erste Bedingung empfohlen hat, wenn wirTheil haben wollen an den Früchten seines Todes, laßt

78) Laurenz Zellweger .

79) Brief des Pfarrers Stahelin, in einer handschriftlichen Geschichteder Reformation und der Unruhen im Appenzell . Zettw. Sammt.