Band 
Erster Theil.
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weder zerschlagene Arme noch Beine, und man sah keineneinzigen Todten auf dem Schlachtfelde, „Dank der Vor-sehung," sagt ein appenzellischer Erzähler, „oder der Festig-keit der Köpfe und Knochen der Bewohner dieses Landes" ^).

Beschämt über diese doppelte Niederlage und begierig,sie zu rächen, schickten die Besiegten einen Boten nachdem andern in die ihrer Sache ergebenen Gemeinden.Die Lüge oder der Schrecken vergrößerte das Unglücknoch; um es wieder gut zu machen, zwang man alles,zu marschiren, Zung und Alt, Magistratsperfonen undgemeines Volk, Harte und Linde. Wie die Sieger diesebeträchtliche Verstärkung ankommen sahen, überließen sieihr, einer gegen acht bis zehn^) und neuer Mannschaftgegenüber ganz ermüdet, das Feld und zerstreuten sich.Mehrere schwer Verwundete, die nicht fliehen konnten,stellten sich als todt, um von fernern Schlägen verschontzu bleiben^).

Auch von der Gegenpartei setzten sich Gemeinden, denPfarrer Gabriel Walser «") an der Spitze, in Bewe-gung. Schon sah man ihre Waffen in der Sonne glän-zen, als sie vernahmen, alles sei geendigt«').

Alles war geendigt, aber die Rache begann. Mei-ster durch die Ueberzahl, plünderten die Harten zuGais die Häuser der Linden, mißhandelten die Män-ner, drohten den Weibern mit den Säbeln, lebten aufDiskretion, verderbten die Lebensmittel, die sie am Orteselbst nicht aufzehren oder nicht mitnehmen konnten, zer-schlugen die Geräthe, schlachteten das Vieh, und bemäch-

rücken lind genug geschlagen worden." Erzählung was in derGemeint, Gaiß, u. s. w. Seite 43.

87) Laurenz Zellw. — 88) Idem.

88) Walser, III. 72. — 90) Verfasser der Appenzeller-Chronik.

S I) Laurenz Zellweger.