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tigten sich des Geldes. Sie verschonten nur diejenigen,deren körperliche Kraft und Herzhaftigkeit sie fürchteten^).Erst am zweiten Tage nach der Schlacht zogen sie ab.
Ungeachtet aller Friedensversuche schien das Landvon einem größer« Unglücke bedroht als alle vorher-gehenden. Ueber viertausend wohlbewaffnete Männer fan-den sich zu Trogen zusammen, ohne die von Speicher, welchesich in ihrem eigenen Dorfe postirt hatten. Mehr alsfünftausend Mann Fußvolk und Reiterei von der Gegen-partei waren unter neunzehn Fahnen und der Feldmusikzu Teufen versammelt. So lagen also, nur durch an-derthalb Stunden leichten Weges geschieden, zwei für einso kleines Land bedeutende Armeen einander gegenüber,die eine durch den letzten Kampf erhitzt, die andere durcheben denselben ergrimmt. Aber die Größe selbst der Ge-fahr bewahrte vor derselben. Diesmal hörte man dieeidgenössischen Gesandten. Mit ihrer Stimme vereinigtesich in einigen edelgesinnten Gemüthern die Stimme derBrüderlichkeit. Von beiden Seiten ward versprochen,die Mannschaft zu entlassen und die nächste Landsgemeindeabzuwarten. Ein großer Theil, welcher zu den Waffengegriffen hatte in Hoffnung der Rache oder um Beute zumachen, sträubte sich gegen den Befehl des Abzugs, undder Redner von Gais, der Pfarrer Zuberbühler, ermu-thigte sie dazu. Als er vernahm, der Friede sei geschlossen,zog er seinen Degen, stieß ihn in eine Trommel undschrie mit heiserer Stimme unaufhörlich: „Marsch aufTrogen, marsch; fresset, saufet, plündert, stehlet, zer-schlaget, mordet, und thut alles was die Wuth und die
92) Walser, IN. 73.
93) Diese Versuche wurden gemacht von Magistratspersonen von Trogen,von einigen achtungswerthen Männern der Partei der Harten undvon den Gesandten der evangelischen Orte.