Band 
Erster Theil.
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Den 17. Februar ist abermals großer Rath in Tro-gen und abermaliger Auflauf. Der große Rath meintsich durch einen unbestimmten Beschluß aus der Sachezu ziehen und hebt die Sitzung auf; aber die Landleuts,deren Zahl bis über 3009 '^) angewachsen ist, fallen diesich nach dem Wirthshause begebenden Rathsherren wü-thend an, stoßen sie herum, nehmen etliche beim Kragen,reißen dem Landammann Wetter die Perrücke ab, füh-ren sie alle mit vielen Schmäh- und Lästerworten wie-der auf das RathhauS zurück und halten sie dort bisNachts um 12 Uhr gefangen; um jene Stunde bewilligtder Rath eine außerordentliche Landsgemeinde; das Volkhat eine solche mit Ungestüm verlangt: wir wollen,sagt es, eine Obrigkeit absetzen, welche Gottes Werkund des Teufels Werk nicht unterscheiden kann, einenehrlichen Pfarrer fällt, einem gottlosen Schandwirthaber aufhilft und Sünde und Laster schützt.

In Folge dieses Tumultes boten die Gemeinden hinterder Gitter Truppen auf, um das Ansehen der Obrig-keit zu schirmen.

Montag den 24. Februar (7. März) kamen am Mor-gen schon etwa zwanzig Mitglieder deS großen Ratheszu Pferd nach Teufen ; sie waren beschützt durch fünfzigReiter und sechshundert Mann Fußvolk, deren Anzahlsich bald auf zweitausend belief. Bald hernach stieß nochdie Mannschaft von Bühler, mit Säbeln und grobenStöcken bewaffnet, zu ihnen; an ihrer Spitze glänzte ihrkriegerischer Pfarrer Zuberbühler, auf einem großenPferde, wie ein Herzog von Alba^'). Das hielt jedochden stolzen Anführer nicht ab, in Kübeln den Wein auSden Kellern fortzutragen. Sonst bezahlte die Mannschaft

123) Nach einem handschriftlichen Berichte; Walser spricht nur von 2000-12-t) Neformations-Geschichtc rc.