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die Lebensmittel, die man ihr gab; nur wo man sichweigerte, da schlugen sie Kisten und Kasten ein und miß-handelten die Leute. Eine Frau, welche kein Brot her-geben wollte — weil sie keines hatte — erhielt einenSäbelstreich, der sie besinnungslos zu Boden stürzte.
Der große Rath und bei dreitausend Mann begabensich am nämlichen Tage nach Trogen; den folgendenTag wuchs ihre Zahl noch mehr, so daß Trogen nichtmehr für alle genug Quartiere hatte. Ermuthigt durch diesezahlreiche Unterstützung, bestrafte die Obrigkeit einigeWiderspenstige, verbot dem Pfarrer von Teufen dasPredigen und entsetzte ihn einige Tage später. So hattealso die französische Partei gewonnenen Handel. Diekaiserliche Partei büßte ihre Niederlage mit beinahe3000 Gulden Strafen. Fünf Tage nach einander saßder große Rath zu Trogen als Kriminalgericht'^), underkannte noch andere Strafen mit einer außerordentli-lichen Strenge; es erwachte die alte Erbitterung undmit ihr die alte Gerechtigkeit. Die alten und die neuenFeindseligkeiten brachen aus am letzten Sonntage imApril auf der Landsgemeinde von Hundweil, der unru-higsten, die bei hundert Jahren gehalten worden.
Der Landammann Altheer von Trogen, welcher sieleiten sollte, war kurz vorher, da er gerade eine Raths-sitzung eröffnen wollte, vom Schlage getroffen worden.Der Alt-Landammann Adrian Wetter trat an seine Stelleund ermähnte in einer wohlgesetzten Rede, worin er denauswärtigen Kriegsdienst rühmte, zur Ruhe. Nachdemdie Jahresrechnung abgelegt und angenommen, war dieWahl eines Landammanns das Zeichen zur Unordnung.Die von der französischen Partei, vielleicht zahlreicher,
125) Vom 17. bis zum 21. März 1738.