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nem Schwager Utiger, den der nämliche Diplomat andert-halb Zahre früher dorthin geschickt hatte'").
Der kranke An der Matt wurde in ein finsteresGefängniß gebracht'^). Mit vier Ketten gebunden, saher nur den Kerkermeister, der ihm seine Nahrung brachte,und an den Festtagen, oder bei vermehrter Krankheit,einen Beichtvater aus der herrschenden Partei, von Schu-macher gewählt, welcher die Stunde jeder Zusammenkunftbestimmte. Seine Frau bereitete ihm Speisen; aber derGefängnißwärter Brandenberger, mit dem Zunamen „derRothe", verunreinigte sie ihm und überhäufte den Ge-fangenen bei jeder Mahlzeit mit Beschimpfungen. An derMatt bat den Himmel Tag und Nacht, ihm einen neuenDaniel in diese Grube zu senden. Brandenberger hielteine Schenke. Ein im Unglück treuer Bürger kam alleTage dahin unter dem Vorwande, seinen Schoppen zutrinken. Er nahm mit Wachs den Abdruck von den Schlüs-seln; ein Kapuziner ließ zu Luzern ähnliche machen undsie dem Gefangenen zukommen. Die Frau des letzter»hatte ihm in Backwerk eine Feile zugeschickt. Den 2ö. De-zember 1732 um Mitternacht gieng An der Matt ausseinem Gefängniß, verschloß die Thüre desselben, fuhrüber den See und gelangte nach Luzern ; freudig empfiengman ihn daselbst und lachte über Schumacher E). Hierauffloh er nach Rheinau zu dem Abt Zurlauben. Die beidenFlüchtlinge starben vor der Beruhigung ihres Vaterlan-des""). An der Matts Köchin wurde gefoltert. Der„Rothe", abgesetzt, verhaftet, durch die Rache seines Herrngemartert, nahm Dienste nach Spanien , wo er unter
187) Derselbe an denselben, il>iä. , und 26. Juni.168) Im Spital. — 169) Die Zuger Unruhen.
170) Helvetia, VIII. 472.