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keilen willen und mit äußerster Strenge; mancher An-geschuldigte ward bestraft, weil er die Strafe der andernzu strenge gefunden hatte.
Indessen genügten die Verurtheilungen in gericht-licher Form der Furcht nicht; sie hatte den Kanton fastauf den Kriegsfuß gestellt. Schumacher, welcher die Zahlseiner Anhänger von Tage zu Tage abnehmen sah, ließsein eigenes Haus bewachen ^). Die waffenfähige Mann-schaft wurde geübt; die Waffen wurden besichtigt, dieThore Abends um fünf Uhr schon geschlossen und nichtvor sechs Uhr des Morgens geöffnet. Die Ringmauernder Stadt wurden ausgebessert; innerhalb und außerhalbwurden Wachen und Patrouillen ausgestellt. Diese biszum 11. Dezember fortgesetzten Maßregeln kosteten 600Gulden, welche aus den Gütern der Flüchtlinge Branden-berg und Landwing bestellten wurden'^).
Ein einziger entschlossener und verständiger Mannkonnte die Lage des Kantons ändern t). Mehrere Häup-ter der Linden versuchten es im Oktober; aber im Augen-blicke der Ausführung fehlte ihnen der Muth; die Ent-schlossenheit der Handlung entsprach nicht der Heftigkeitder Reden. Aus unnöthiger Furcht auS dem Kantoneweggegangen, flüchteten sie zu dem Botschafter^'), demgeheimen Urheber dieses Versuchest). Da man wußte,
198) Bonnac an den Siegelbew-, 20. Oktober 1732; der Siegelbew.an Bonnac. 30. Oktober.
200) Bonnac an den Siegelbew., 27. September.
201) Derselbe an denselben, 13. Oktober.
202) „Es ist gestern ein Priester von Zug hieher gekommen, den ichangewandt hatte, um die Revolution zu vermitteln, die fehlge-schlagen hat. Er hat mir berichtet, Schumacher scheine be-unruhigt von der Gefahr, die er gelaufen und von dem was erseither gethan habe, und noch mehr, weil er fast keine Hülfs-