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mels erhöhten den Glanz des Friedensfestes; aber derFriede verschwand mit dem Festes.
Gemäßigte Stimmen ließen sich hören. „Wenn wirgroßmüthig zu sein wüßten, so könnten wir die Ruhewieder aufleben sehen. Wer sein Vaterland liebt, ver-zeiht selbst denjenigen, die es beleidigt haben. Das Ver-gessen des Vergangenen vermag Vertrauen und Harmo-nie zu erwecken; Strenge und Rache werden sie immerferne halten«^). Aber diese Winke blieben unbeach-tet. Die Räthe fanden sich außer Stande, dem Willenvon etwa dreißig Männern zu widerstehen, welche,ohne daß die Bürgerschaft in ihrer Gesammtheit be-rathschlagt hatte, ihre Beschlüsse aufdrangen, durch dieFurcht Magistraten und Bürger beherrschten, indem siesich das Volk nannten und sich als Despoten betrugen^.Zu ihrem Schreiben an Genf beklagten Zürich undBern „die beständigen Ordnungsstörungen. Was fürHülfe kann man im Nothfalle von einem so zerrüttetenStaate erwarten? Die innere Eintracht allein kann Genf in den Stand setzen, dem äußern Feinde zu widerstehenund seine politische wie seine religiöse Freiheit zu retten.
348) kerenxsr, 2l4, 215; kiool, 284/ 265.
349) Lörerixer, 224 — 228.
350) Schreiben Johann Trembleys an den Schultheißen von Erlach,als er ihm sein Mewoirs siislitieatik schickte. Morges , 2. August1735. 5 Folioseiten. Genf -Bücher, No. 18, S. 818 — 822.Mit Bewegung sagt er daselbst: „Wie gerührt ich auch übermein trauriges Schicksal bin: entsetzt, aus meinem Baterlandeverwiesen, in meinem Rufe auf so grausame Weise angegriffen,sogar in meinem Erbgut im Ländchen Ger der Wohlthat beraubt,meine Andacht in den zunächst gelegene» Kirchen des Genferge-bietes zu verrichten; so bin ich es noch unendlich mehr, meinVaterland, das immer der Gegenstand meiner innigsten Sorgebleiben wird, in dem traurigen und gefährlichen Zustande zusehen, in dem es sich befindet."