Band 
Erster Theil.
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Zu diesem Ende", fügen sie hinzu, »muß der Magistratmit Festigkeit die verfassungsmäßige Regierung aufrechthalten, allen gleiches Recht gewähren, die Regierungs-stellen gleich vertheilen; dadurch wird er sich alle Herzengeneigt machen. Aber ohne den Gehorsam gerathen diemächtigsten Freistaaten bald in Verfall" Dieses unterdie ganze Bürgerschaft vertheilte Schreiben machte einigenEindruck. Die Bürgerversammlung schritt mit Ordnungund Anstand zur Wahl der Syndics^). Nichtsdesto-weniger vergiengen noch mehr als anderthalb Jahre ineiner fieberhaften Waffenruhe.

Unterdessen benutzte die Regierung alle Gelegenheiten,ihre Stärke zu vermehren, unterstützt durch einflußreicheGehülfen, unter denen auch der Graf von Marsaywar, der Gesandte des Königs von England bei derschweizerischen Eidgenossenschaft, der sich zu Genf auf-hielt und mit den ersten Magistratspersonen dieser Stadtin Verbindung stand. Er bemühte sich, Zürich und Bern für ihre Sache zu gewinnen; aber diese gaben ihm zurAntwort, „eine milde und gerechte Regierung sei dasbeste Mittel, die erhitzten Gemüther zu bewegen, sich denGesetzen zu unterziehen"^). Sein Brief, der bekanntwurde, verursachte einige Gährung. Bald gierig er,unter dem Vorwande, durch eine Schrift des SyndicsLe Fort beleidigt zu sein, in Wahrheit aber durch dieEingebungen des alten, im Ruhestand lebenden Diplo-maten Saint-SaphorirO") geleitet, von seiner anfängli-

35!) Schreiben vom 23. Dezember, Genf -Bücher, No. 18, S. 1024 —1027; Deutsch . Missivenbuch. No. 61, S. 34 — 39.

352) Genfs Antwort an Zürich und Bern , 3. Januar 1736. Ibiö.S. 1028, 1029.

353) lablssu kisloir. st polit. 110. Deutsch . Missivenbuch No. 61,S. 169 — 173 tBern. Arch.)

354) Der französische Gesandtschaftssekretär Mariane meldete dem Mi-