Band 
Erster Theil.
Seite
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Die Unterhandlungen dauerten bis in die ersten Tagedes Monats Mai hinein. Sie zielten auf einen Entwurfzu einer Versöhung der Parteien.

Das Vermittelungswerk war schwer. Noch dauertendie Zuckungen in den Parteien fort; die Uebel, über diesie sich beklagten, entstanden aus sehr verschiedenen Quel-len. Wie einem jeden abhelfen und eine friedliche Ueber-einkunst treffen? „Die Vermittler", sagt Z. Z. Rousseau ,„hatten fast unverträgliche Dinge mit einander zu verein-baren: die Rechte des Volkes und die Ansprüche derRäthe, die Herrschaft der Gesetze und die Macht derMenschen, die Unabhängigkeit des Staates und die Ga-rantie des Reglements. Das alles ließ sich nicht machenohne einigen Widerspruch""^. Die Vermittler hörtenbeide Parteien und zeigten einen unparteiischen Geist.Derselbe Schriftsteller, den man eben nicht von einemgünstigen Vorurtheile befangen halten wird, sagt, indemer von dem Friedensreglement spricht: „Zch bewundredie weise Mäßigung und ehre die Unparteilichkeit des-selben. Zch glaube in demselben die redlichsten Absichtenund die scharfsinnigsten Verfügungen zu sehen.

sogleich mit, welcher, zum voraus aufmerksam gemacht, standhaftblieb, was die Abgeordneten nöthigte, ihre Zustimmung zu demunveränderten Mediationswerke zu geben. Diese Abgeordneten„haben die Kühnheit gehabt", diesen Umstand ihren Obern zuschreiben, mit der Behauptung, Lautrer habe nicht verheimlicht,daß er immer vor ihnen unterrichtet gewesen sei. Nun großerLärm in Bern ! man hat sogar Jemand vorgeladen, der unswirklich sehr zugethan ist und gegen welchen gegenwärtig in-flruirt wird, indem der Staat erklärt hat, er werde weder Mühenoch Geld sparen, um diejenigen zu entdecken, die fähig seien,solche Nachrichten zu geben". Suisss, Xo. 327. kok. 274.

41k) I-ellres äs In NontsKus, psrt. II. I. VIII. (1, X, 367. Allsg,von Verüst und Le^uien, ksris 1826.)