Band 
Erster Theil.
Seite
360
JPEG-Download
 

360

Wendung sie nachgesucht, konnten Gnade für sie bewir-ken Lieber das Aeußerste versuchen, als einen Schrittnachgeben, war der Wahlspruch des Bischofs und seinesMinisters '"). Wenn ihre Vorgänger den Klagen nichtabhalfen, so hörten sie dieselben wenigstens an DieVerwickelung nahm von Zahr zu Zahr zu, das Erguelrief die Hülfe Biels an; der Bischof ersuchte Bern umeine Conferenz, um daS gute Vernehmen mit diesemStande nicht zu stören ">"). Von nun an ließen die Un-terthanen ihren Klagen freien Lauf. „Wir haben es miteinem unruhigen und heftigen Herrn zu thun, der keineUnterthanen will, um ihr Vater zu sein, sondern Skla-ven und feige Anbeter. Sein Geiz kennt keine andernGesetze, keine andern Regierungsgrundsätze, als den Vor-theil. Er leert unsere Kasse nnd unsere Vorrathskam-mern, um seine Verwandten zu bereichern; arglistig undgewaltthätig raubt er uns unsere Archive, unsere Rechte,unter andern dasjenige, Waffen zutragen, um auf unsereKosten eine Soldateska von Verrathern und Verwandten-mördern zu bewaffnen, welche jüngsthin im Begriffe wa-ren, mit Hülfe gewisser fremder Truppen ihre Hände inunser Blut zu tauchen. So, die Schlachtopfer seinerTyrannei, die Beute unserer Feinde, sind wir der Ge-fahr ausgesetzt, unser Leben auf den Galeeren, in ewigerGefangenschaft und am Galgen zu beschließen

Der Bischof, oder, im Namen dieses unentschlossenenPrälaten "2), sein Minister Ramschwag, streute Drohungen

444) ^cI->, 15—17. — 445) 420. — 446) 421.

447) Der Bischof an Bern , 29. November 1730; 241 — 246.

448) Die vier Nniries Ou pszg ä'^zoie L N. Ilirrel, LourKmaUrslls In vills et LsiUoil äs Luriov, 10 4snvier 1731 ; ^cts,8. 4.

449) Bonnac an den Siegelbewahrer, 9. März 1733.