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Posten zu entfernen; Petit-Maitre entwischte aus demThurm mit Hülfe eines SeileS, vielleicht begünstigt durchdie beimischen Abgeordneten, welche die Vollziehung einesunter den Waffen gesprochenen Urtheils erschreckte^).
Noch bedeutender waren die Streitigkeiten des Bi-schofs mit seinen unmittelbaren Unterthanen; im Ver-trauen auf das Ausland, auf welches er sich stützte, glaubteer sich stark und verschmähte ihre Liebe. Gleich im An-sang seiner Regierung, 1705, war Johann Konrad vonReinach-Hirtzbach mit allerlei Ansprüchen aufgetreten,woraus manigfache Unruhen entstanden. Während einerzwanzigjährigen Erfahrung hatte er, wie wir bereits ge-sehen haben, keineswegs Regentenweisheit gelernt. Bestärktdurch seinen herrschsüchtigen Rathgeber, den Freiherrnvon Ramschwag, welcher die Freiheiten der verschiedenenLandschaften alle nach demselben willkürlichen Maßstabebehandeln wollte^), ließ er 1726 in seinen Staaten einMandat herausgeben, in welchem sich allerhand Neuerun-gen und Eingriffe in ihre alten Freiheiten und Gewohn-heiten befanden. Das erweckte großes Aufsehen im Lande;man stellte dem Bischof die Beschwerden vor; er abernahm von der Verordnung nur das Mnnsterthal auS,weil dieses mit Bern verbürgerrechtet war. MehrereAusschüsse der übrigen Gemeinden wurden verfolgt, ge-fangen gesetzt, zum Tode verurtheilt, und nur mächtigerVermittelung hatten sie es zu danken, wenn sie statt dessenihr Verbrechen, ehrerbietige Vorstellungen vor den Fürsten gebracht zu haben, aus den Galeeren büßen durften. We-der die Kammer zu Wetzlar , noch der Kaiser, deren Ver-
442) kollliLv, a. a. O.
443) Borläuffiger Gegenbericht des Stadt-Primtnttischen Magistrats;
418.