Band 
Erster Theil.
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rend dieser Zeit wünschte der Prälat, nach Art derjenigenFürsten , welche sich aus ihren Unterthanen Feinde ge-macht haben, einige Mannschaft vom König von Frank-reich zu Sicherung seiner Person und seiner Schlösser.Die katholischen Orte wünschten, dieselben möchten we-nigstens in die Nähe rücken, um Schrecken einzujagen.Der Botschafter hörte alles an und erklärte sich nicht:die geringsten Schritte von seiner Seite oder die leisestenReden konnten Folgen Habens. Aber als treuer Die-ner seines Hofes spähte er die im Interesse Frankreichs günstigen Umstände aus ^).

Wir haben die unklaren Verhältnisse des Bischofsvon Basel mit allem was ihn umgab dargestellt, sowieseine verwickelte Lage, welche durch die Liebe seiner Un-terthanen und durch die beste Staatsklugheit, die Recht-lichkeit, zu vereinfachen keineswegs im Charakter Jo-hann Konrads lag. Dieser Fürst hätte von jeder seinerVerbindungen gerne nur die Vortheile gehabt. Die Eid-genossen bat er, den Schutz der Neutralität auf seineStaaten auszudehnen, weigerte sich aber, ihren Rath-schlägen zu folgen und zog es vor, zum Reiche Zuflucht

468) Ibiä.

467) In einem Schreiben sn Bonnac vom 19. Februar 1735, in wel-chem er auf die möglichen Folgen des Widerstandes der Bernergegen den Durchmarsch der Truppen der katholischen Orte hin-weist, sagt der Siegelbewahrer, ein einziger Umstand könnte „eineninnern Krieg entzünden, den mit allen möglichen Mitteln zu ver-hindern, in unserm Interesse liegt; Sie können nicht aufmerksamgenug sein auf die geringsten Fortschritte in dieser Sache, nochzurückhaltend genug in dem Verfahren, das Sie einschlagen wer-den; kurz, Sie müssen sich so benehmen, daß der gute Wille,den Sie den katholischen Kantonen zeigen werden, den Prote-stanten weder Verdacht, noch Argwohn verursachen kann, und daßwir immer im Stande sind, alle Mittel zu benutzen, die zum Be-sten des Dienstes am zweckmäßigste» scheinen."