Band 
Erster Theil.
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Vermochten die Vortheile, welche die Regierungen vorden Augen ihrer Völker zu Gunsten der Capitulationenzur Schau ausstellten, die Freiheit des Leinwandhandels,die versprochenen Pensionen, die unter den fremden Fah-nen gebildeten fähigen Offiziere^) — vermochten sie diedem Vaterlande geschlagenen Wunden gut zu machen?

Die europäische Aufregung hörte allmälig auf. Am3. Oktober 1735 schloffen die kriegführenden Mächte Frie-denspräliminarien. 2m Dezember ward ein Waffenstill-stand geschloffen; und obgleich der endliche Friedensver-trag erst 1738 (18. November) in Wien zu Stande kam,weil die Heere größten Theils auf dem Boden kleinererdeutscher Fürsten standen, so herrschte doch auf dem Kriegs-schauplatze seit langer Zeit Ruhe. Auf d°r Tagfatzung zuFrauenfeld konnte man sich 1737 über ein Ansuchen andie Friede schließenden Mächte um Aufnahme in den Frie-densvertrag nicht vereinigen^). Bei der dem Kriegs-spiele folgenden Theilung der Staaten waren es nurzwei Punkte, die die Eidgenossenschaft näher angiengen.Sardiniens berechnende Politik erwarb ihm die Landschaf-ten Tortona und Novara , in unmittelbarer Berührungmit den welschen Vogteien, und Frankreich vermehrteseinen schon vorwiegenden Einfluß auf die Schweiz , in-dem es seinen Grenzen näher kam, und besonders durchdie politische Aufrichtigkeit des alten Cardinals von Fleury.August III. behielt zwar die Krone von Polen ; alleinStanislaus Leczinsky, der Schwiegervater Ludwig XV. ,bekam dafür Lothringen mit dem Zusätze, daß es nachseinem Tode an Frankreich fallen sollte, welches schon langenach dieser Erwerbung gelüstete.

78) Die beiden obigen Berichte von Appenzell .

79) Meyer, 277.

xi. Vd.

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