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UM sich den Besitz Schlesiens zu sichern, Frankreich , dieNebenbuhlerin des Hauses Oesterreich, bildet in Deutsch-land den Vereinigungspunkt aller Protestanten, welcheetwas von diesem Hause zu fürchten oder zu fordern haben.Zn der Schweiz dagegen scheint ein Theil der evange-lischen Orte sich auf die Seite Oesterreichs zu neigen, ihreKraft, ihre Vergrößerung auf Kosten der Katholischen rei-zen Frankreich an, seine Glaubensgenossen zu vertheidigen,nicht um der Religion willen, sondern aus Furcht, die unterEinem Herrn vereinigte Schweiz möchte an der PforteFrankreichs eine ansehnliche Macht bilden, mit der manbeständig zählen müßte Wegen dieser Besorgnis ziehtdas Cabinet von Versailles die Trennung der Eidgenossenihrer Stärke vor '^), besonders wenn die durch ihr Bünd-nis mit Holland mächtigern Evangelischen dem Königelästige Bedingungen machen würden""); und weit ent-fernt, die ruhigen Jahre, welche die Mitte des Jahrhun-derts bezeichnen, dem beständigen Zwecke seiner Anstren-gungen dienstbar zu machen'b'), giebt das Cabinet von
158) Derselbe an denselben. II. Juli 1716. 159) Ikiä.
160) Derselbe an denselben, 13. April 1748; der Min. an Courteille,25. April.
181) Der Minister an Courteille, 4. September 1747: „Alles istruhig in dem Lande, in dem Sie sind, und ich bin überzeugt,daß Sie durch Ihre Rücksichten, Ihre Aufmerksamkeiten und Ihrkluges Benehmen viel dazu beitragen, jene glückliche Ruhe indemselben aufrecht zu erhalten, welche die Kantone mitten unterden Unruhen, die mehr oder weniger die verschiedenen TheileEuropas seit dem Anfange des gegenwärtigen Krieges bewegthaben, zn bewahren wußlen." 1749 ist das Land so ruhig,daß Vertmont nichts findet, was die Aufmerksamkeit des Mi-nisters verdiente; sein Schreiben an den Minister, 5. Mai.Derselbe schreibt abermals au den Minister, unterm 14. Ja-nuar 1755: „Der Mangel an hinlänglich wichtigem Stoff,um Ihre Aufmerksamkeit zu verdienen, giebt mir nur sehr sei-