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halb ärgerlichem Tone schrieb er daher: „2m Allgemeinensind die Schweizer für uns nicht mehr, was sie ehemalswaren, nach Gesinnung und Interesse mit Frankreich ver-einigt. Sie betrachten uns heute als einen furchtbarenNachbar, der sie von allen Seiten umgebe und gegenden die Klugheit zur Vorsicht rathe'")."
Von diesem Augenblicke an ergiebt sich für das fran-zösische Cabinet und seinen Repräsentanten aus ihrer Po-litik eine aus widersprechenden Elementen zusammenge-setzte Aufgabe. Das allgemeine Bündniß erscheint alseine Chimäre, und dennoch verfolgt man es als etwasWirkliches; die protestantischen Kantone wünschen es viel-leicht nicht mehr als wir, sagt der Botschafter, aber erschmeichelt ihnen nichts destoweniger mit der Hoffnungeiner Erneuerung, weil „dies ein Punkt ist, über denman sich seit langeni gegenseitig gerne täuscht'")." Fernevon ihm auch nur der Schein von Bigotcrie in demVorzüge, den er den Katholischen zu geben scheint! Erhat nicht Frömmigkeit genug, meldet er uns selbst, umsie sogar in die Politik hinein zu bringen. Der Nutzendes Königs bildet die einzige Richtschnur seiner Vorliebe;soll man sich nun aber der Gefahr aussetzen, die Freundezu verlieren, die man hat, für die Freunde, die mansucht'")? Aber welch' eine Umsicht hieß dies dem Ministereiner Macht auflegen, welche in Deutschland die Prote-stanten beschützt und aus Regierungsgrundsatz genöthigtist, in der Schweiz ihnen entgegenzuwirken! Zn derThat bildet Frankreich , dem der König von Preußen an-fangs offen, hierauf vielleicht insgeheim Vorschub leistet,
155) Cvurteille an den Minister, 1t. Juli 1748.158) Idia.
157) Courieille an den Minister, 1t. In»! 1716.