471
näher; eine katholische Conferenz^) im folgenden Zahreeben so wenig. Die Tagsatzung zu Frauenfeld war nichtglücklicher.?") Endlich, in dem Augenblicke, wo manglaubte, eine abermalige katholische Conferenz werdedie Sache beendigen, verschwanden während der Nachtdie nidwaldischen Abgeordneten.?') Unterdessen wurdedie Schwierigkeit durch eine religiöse Feier verwickelt.Seit der Reformation erneuerten die katholischen Ortealle fünf und zwanzig Zahre mit der Republik Wallis den goldenen Bund. Diese Ceremonie war kaum mehrals ein mit dem Versprechen erneuertes Glaubensbe-kenntniß, dabei auszuharren und einander mit den Waffenzu vertheidigen, wenn man sie in der Ausübung ihrerReligion hindere. Diesmal, 1756, war es an Nidwalden ,die Erneuerung des abgelaufenen Bündnisses zu begehen.Es erklärte, es werde dasselbe abgesondert, für sich und alsHalb-Kanton unterzeichnen.?^) Von der Wichtigkeit dieserErneuerung, wie von der Ehre und dem politischen Znteresseder Katholizität durchdrungen, traten der französische Bot-schafter und auf seinen Antrieb die katholischen Orte einenAugenblick bei dem Bannerstreit ins Mittel. Aber nacheiner Conferenz, in welcher sie die Hoffnung aufgaben, diebeiden Theile zu versöhnen, überließen sie der Zeit dieSorge, sie zu vereinigen.?^)
KS) Zu Luzern, im Mai 1736, bestehend aus Luzern, Uri, Schwyz ,Zug, Freiburg und Solothurn . Protokolls Rotaten, 3. und 31.März, 30. April, 15., 22. Mai 1756. Nidwalden , Protokollder Räth u. Land!., 15. Febr. 1736.
70) Abschied von 1758.
71) Protokolls Notate».
72) Protokolls Notate», 21. Febr. 1756.
73) Chavignh an den Minister, 28. Febr., 25. April und 25. Mai1756.