Band 
Erster Theil.
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die Obrigkeit keinen Theil an diesen Unordnungen habe,als welche die Folge einer augenblicklichen, und in wenigStunden gestillten Aufregung seien.

Aeußerlich ward alles wieder ruhig; die Gemütherblieben erbittert, das konfessionelle Mißtrauen dauerte fort.Betroffen von dem Einverständniß der Protestanten, ein-ander auf das erste Zeichen zu Hülfe zu kommen, ermähntensich die Katholiken, ihnen ebenso einträchtig und gerüstetgegenüber zu stehen.

Ein Lärm ernstlicherer Art hatte einige Zahre früherdie Behörden des größten der Kantone erschüttert undstörte noch fortwährend ihre Ruhe. Vom ersten Zahrean sah das achtzehnte Jahrhundert in Bern den Kampfzwischen den patrizischen Geschlechtern und derBürgerschaft wieder beginnen; die erstem strebten nachdem Alleinhandel mit den vakanten Stellen im großenRathe, die letztere nahm einen Theil derselben für sichin Anspruch.'"') Die Neubürger wurden abgewiesen,

SS) Zürich an Zug, 4. Dezember.

ISO) De Vermont an den Min., 28. Oktober.

101) Quellen: Im Archiv von Bern : Raths-Manual, Xo. 181, 182,184-186; 202, 203; Teutsch Misflven-Buch, IVo. 70; Kriegs-raths-Manual. Manual des geheimen Raths, bio. 2. — (Offi-zielles) Manifest, ansehend die im Juli 1749 entdeckte Cvnspira-tion. Bern , 1749. 4. Dieses vom 18. September datirte undauf Befehl der Regierung verfaßte Manifest ist aus der Federdes Gerichtsschreibers Gatschet und seines Substituts Fried, vonMülinen (Manual des geheimen Raths, IXo. 2, 27. August1749). — Wir haben bei den allgemeinen Quellen, S. 8, dieGesch. des Freistaates Bern von H. Landammann von Tillierangezeigt. Was er bei Anlaß der folgenden Quelle, in welcherer viel geschöpft hat, sagt, enthält einen zur Würdigung des vonuns darzustellenden Ereignisses wesentlichen Beitrag. — Manu-skript über 1749. „Als der Verfasser," sagt H. von Tillier, „zumBehufe seiner Bearbeitung sowohl das geheime Manual von 1749