Band 
Erster Theil.
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seinen Richtern hinunter. Am 12. Auli band manihn an Händen und Füßen auf die Folterbank, jedochohne ihn zu foltern, worauf er die ganze Unternehmungvon Anfang an erzählte. ?") Er sollte bei der Ausfüh-rung unumschränkter Machthaber sein und hatte, wiees hieß, unter dem Titel Consul oder Befreier desVaterlandes, Verordnungen aufgesetzt.^)

Die Untersuchung zeigte übrigens, daß die Zahl der eigent-lichen Verschwörer viel geringer war als die Verzeichnissevon Unzufriedenen angaben, welche von den Häuptern aufge-setzt worden waren. Viele Bürger hatten an der ganzenSache keinen weiter« Antheil genommen, als daß sie dieganz unbestimmten Anschläge angehört hatten, man wolledie Freiheiten der Bürgerschaft wieder zu erlangen su-chen,^") lesen wir in dem halb öffentlich gewordenen Theileder Verhöre. Aber das Publikum hielt die ganze Bür-gerschaft von den Gesinnungen der Verschwörer einge-nommen und vermuthete, diese möchten wohl gar Theil-nehmer auf den Stühlen des großen Rathes haben,und das Geheimniß, in das man den Prozeß einhüllte,steigerte noch den Argwohn, besonders als man ver-

210) C. H. (Corn. Henzi) Anmerkung des Memoires von Henzi. Fa-milienpapiere.

211) Verhör in den Papieren von Henzi aus Dorpat .

212) Schreiben eines Mitgliedes des Zweihundert, von Camanis ange-führt, oben, S. 513.

213) Henzi hatte ein Verzeichniß von 300 Mißvergnügten gemacht.Verhöre in Beschreib, der Bürgert. Rebellion.

214) Ibill.

215) Schreiben Berns an den Botschafter, 9. Juli.

216) „Man hört nicht auf, ihnen, einem nach dem andern, auf der Fol-terbank zuzusetzen, um der Sache gutwillig oder mit Gewalt aufden Grund zu kommen, und es wird ein so tiefes Stillschweigenüber alles beobachtet, daß nichts von den gemachten Entdeckn»-