Band 
Erster Theil.
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her ward Wernier verhaftet und hatte auf neue Berichtehin abermals ein Verhör auszuhalten.^) Der TöpferHerrmann sprach in einem Wirthshaufe von den Freiheitender Töpfer und bei diesem Anlasse von dem Schicksal derVerbannten, worauf ihm ein Verweis ertheilt und erzum nämlichen Eid angehalten ward, wie die verwiesenenVerschwornen, ja seine Reden schienen so gefährlich, daßeine Stimme ihn selbst zu zweijähriger Verbannung ver-urtheilt wissen wollte. Andere Zünfte flößten Besorg-nisse ein; man sprach von geheimen Versammlungen beiden Spenglern, und da sollte die Rede davon gewesensein, die Stadt anzuzünden.^") Der auf Lebenszeit ver-wiesene und in die Niederlande entflohene Student Rein-hard hatte seiner Regierung einen verleumderischen Briefgeschrieben: um ihn an einem Orte zurückzuhalten, vonwo aus er mit seinen giftigen Reden nicht mehr schadenkönne, bat man die holländische Regierung mit diplo-matischer Klugheit, nicht um die Auslieferung dieses ge-fährlichen Studenten, sondern um seine Versetzung nachSurinam oder Batavia.^'j Während beinahe acht Zäh-ren war der muthmaßliche oder wirkliche Aufenthalt eini-ger der Verschwornen in der Stadt Lörrach und derwahrscheinliche Briefwechsel dieser Flüchtlinge mit ihrenFamilien und Freunden der Gegenstand geheimer, von

278) Manual des geheimen Raths, Nr. 2, Sitzung vom 1.Dezember 1751.

279) Ibiä. 7., 24. u. 27. Januar 1750.

280) Ibick. 18. Dezember 1749. Immer die aus öffentlichen Aufre-gungen entstehenden Uebertreibungen und Schrecken.

281) Ibick. 24. u. 26. November 1750.

282) Friedrich Kupfer im Sulgeubach verlegte, vom markgräflichenHofe beschützt, seine Fabrik nach Lörrach , und setzte daselbst seinGewerbe bis zu seinem Tode fort. (Henzi aus Dorpat ).