Band 
Erster Theil.
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Mittlerweile hatten sich die Livener eidlich verbunden,sich bis auf den letzten Mann zu vertheidigen; sie hattenPulver und Kriegsvorräthe zusammengebracht und dieAnhänger Uri's gezwungen, gemeinsame Sache mitihnen zu machen. Sobald die Witterung es erlaubte,sollten 2000 Mann den Gotthard besetzen. Aber das Hornvon Uri war durch seine Thäler erschollen. Am 13. Maiin aller Frühe waren sechs Compagnien, gegen 1000 Mannstark, mit sechs Stücken und dem großen Landespanner,unter dem Landeshauptmann 3ost Sebastian HeinrichSchund aufgebrochen. In Urseren erwarteten sie denZuzug der andern Orte. Noch am Abend des nämlichenTages reinigten hundert Mann aus Uri und zwanzig Frei-willige aus Urseren die Straße. Tags darauf, um Vier-Uhr Morgens, bemächtigten sie sich ohne Schwertstreich derHöhe des Passes und machten vier Gefangene. Die übrigeVorhut entfloh und verbreitete Schrecken durchs Thal?^)Anhaltende Regengüsse hielten die Hauptmacht mehrereTage lang am Fuße des Gotthard auf; ein tiefer Schneefiel auf den Bergen, welcher zuletzt beim Wiederaufheiterndes Himmels gefror. Am 21. brachen Uri und Unter-walden, sechszehnhundert Mann stark, in guter Ordnungauf. Abends fünf Uhr erwarteten sie den Feind auf derHöhe über Airolo . Die beiden Geistlichen und etwa vierzigAbgeordnete aus dem Dorfe kamen ins Lager, um sichzu unterwerfen und um Gnade zu bitten. Man bemäch-tigte sich des Dorfes ohne Widerstand und zwang es zurAuslieferung der Waffen und zur Uebergabe auf Gnadeund Ungnade.^) Doch waren fast nur Weiber und Kinder

342) Kurtze doch rc.

313) Landeshauptmann Schmid an Landaminann Bester, Auolo, 21 .und 22. Mai.