Band 
Erster Theil.
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diese Bruderfamilie, welche Interessen, Vorurtheile undMenschen stets zu trennen streben, zusammen. Man hatgesehen, wie mitten in der Zwietracht das schweizerischeNationalgefühl immer wieder erwachte; selbst wenn esschlummert, nimmt man noch die Zuckungen wahr, dievon seinem Leben zeugen. Auf den Tagsatzungen zwar,die, meist ohne Erfolg, Fragen von untergeordneter Wich-tigkeit behandeln, regt es sich kaum; aber sicher ruht esim Herzen des Volkes und einiger Staatsmänner vongroßen Entwürfen.

Der bestellte Wächter der Bundesinteressen, der Vor-ort, war nicht so fast eine Behörde, als ein bloßer Ver-mittler zwischen den Mächten und der Schweiz , oder auchzwischen den einzelnen Kantonen. Gleichwohl ist er einSinnbild der Einheit, nach innen durch das moralischeGewicht seines Namens, nach außen durch seine Unab-hängigkeit. Kein beglaubigter Gesandter hielt sich in Zü-rich auf. Sie erschienen nur selten daselbst und zeigtenihre Ankunft oder Abreise schriftlich an. Die Erwählungder ersten Beamten dieser Republik , berufen, auch dieersten Beamten der Eidgenossenschaft zu sein, geschahfrei von fremdem Einflüsse, und wirklich verdiente Zürich um seines Unabhängigkeitssinnes willen, an der Spitzeder Eidgenossenschaft zu stehen. Als einst der englische Gesandte für gut fand, seine Beglaubigungsschreiben per-sönlich zu übergeben (1762) ließ ihn die vorörtliche Re-gierung im Gasthofe bewirthen und einige ihrer Mitglie-der mußten ihm Gesellschaft leisten, die Häupter desStaates aber erschienen nicht. Eben dies geschah in an-dern Fällen?) Während die Abgeordneten aller andern

1) Meyer, 433. Noch 1807 schrieb der Botschafter Mal unterm4. März an den Minister: »ä'ai eprouvö gus U. ksillkarä