Band 
Erster Theil.
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sechs und dreißig Trommelschläger und zwölf Pfeifer inrother Uniform anführen. Eine Viertelstunde vor demFlecken in einer Ebene ist das Volk aus dem ganzen Kan-ton auf einer von weitfchattigen Bäumen umgebenenMatte versammelt. Dahin verfügt sich der Zug der Be-hörden; sie nehmen eine erhöhte Bühne ein. Sie und dieganze Volksmenge werfen sich auf die Kniee und verrich-ten ein stilles Gebet. Dann erheben sie sich wieder undder Landammann begrüßt die souveräne Gemeinde mitdem einheimischen Gruße: „Gelobt sei Zesus Christ!" dieVersammlung antwortet mit „Amen!" Nach der Eröff-nungsrede setzt sich der Landammann in seinen Lehnstuhl,auf das große Schwert mit rothem Griffe, das Sinn-bild der Gewalt, gestützt. Neben ihm, auf einem Tische,liegen das Standessiegel und die Protokolle; die übrigenRäthe stehen rings um seinen Stuhl. Man schreitet zurWahl der Standeshäupter, der Landesbeamten. DasVolk stimmt durch Aufheben der rechten Hand undbegrüßt seine Lieblingsnamen durch lauten Zuruf. Zstdas Mehr ungeachtet wiederholter Abstimmung zweifel-haft, so entscheiden vier aus dem Rathe der Sieb-ner, auf welcher Seite es sich finde, und mit diesem Au-genblick löst sich auch der Zweifel in der allgemeinenAchtung vor der obersten Entscheidung auf. Bei der Rück-kehr begiebt sich der Zug nach der Hauptkirche, wo ihmvon einem Priester mit dem Kreuz der Segen ertheiltwird?6)

Häufig stellte das Volk Männer, die in der Schulefremder Kriegsdienste zum Herrschen erzogen waren, andie Spitze des Staates. Bereichert und in der Kunst,mit den Menschen umzugehen, erfahren, leiteten sie eine

35) Geschichte unsers werthen Vaterl. Schwitz. Th. II. Fol. 135.