Band 
Erster Theil.
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brachte er in seiner Zugend auf einer öffentlichen Biblio-thek zu, seinem Landhause, wie er sie nannte, er, Menschund Staatsmann zugleich in seinem Studierzimmer. SeineLiebe für das Gemeinwohl, auf christlicher Grundlageruhend, brachte in alle Seiten des geselligen Daseinsvervollkommnetes Leben: Staatswirthschaft, Kriegswesen,Polizei, öffentliche Arbeiten, Gesetzgebung , Diplomatie,Volksunterricht, schöne Künste, Wissenschaften, alles nahmunter seinem beseelenden Einfluß und seiner Mitwirkungeinen höhern Schwung; alles verkündigte das Daseineines großen erhabenen Geistes. So war der, dessen gan-zes Leben dem Vaterlande gehörte und welchem alleParteien den ersten Rang unter den zürcherischen Staats-männern zuerkennen.^)

Aber auch der Obrigkeit in den demokratischen Kan-tonen mangelte es nicht an Hoheit und Würde der äußernErscheinung. Man versetze sich in Gedanken nach Schwyz an einem Tage, da die Landsgemeinde zusammen kommt.Beim Geläut der großen Glocke versammelt sich der Rathin demjenigen Saale des Rathhauses, wo die Gemäldeder Reding, der Schorno, der Ab-3berg jene Standes-häupter in Erinnerung bringen, welche ihr Blut für dasVaterland vergossen, oder demselben durch ihre WeisheitDienste leisteten. Um eilf Uhr treten Landammann undStatthalter, zu ihrer Seite vier Hellebardiere, dann dieübrigen Räthe, alle schwarz gekleidet, in Mantel und Kra-gen, den Degen an der Seite, den Zug an, je zwei undzwei mit Weibeln im rothen Mantel, im Ganzen fünfundsiebenzig Personen; nach ihnen kommen die Vorsteher oderHauptleute der unterthänigen Landschaften, ebenfalls mitihren Weibeln; Weibel und Läufer schließen den Zug, welchen

34) Dieselbe Schrift-